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SPD-interner Streit vor Gericht Kommentar: Verzögern ergibt Beigeschmack des Taktierens

Meinung – Reiner Haase, Reiner Haase | 12.01.2018, 09:41 Uhr

SPD-intern wird vor Gericht wegen Bloßstellens im Internet und Beleidigung gestritten. Die Polit-Affäre ist zu lange unterm Deckel gehalten worden. Ein Kommentar.

Eine Frau im Internet bloßstellen, das ist allerunterste Schublade. Wenn das Motiv tatsächlich Postengeilheit in der Politik war, so ist das schärfstens zu verurteilen.

In dubio pro reo

Dieses Urteil gibt es aber im Streit zwischen einer SPD-Frau und einem SPD-Mann in Hatten nicht oder noch nicht. Der Unterbezirksvorsitzende Brammer tut gut daran, den Grundsatz „In dubio pro reo“ gelten zu lassen.

Taktiererei liegt nahe

Ein Beigeschmack ergibt sich allerdings, weil die Affäre, von wem auch immer verursacht, über drei Wahltermine hinweg unterm Deckel gehalten wurde. Das sieht allzu sehr nach Taktiererei aus.