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SPD-Unterbezirksparteitag 2015 Axel Brammer führt Genossen weiter an

Von Thorsten Konkel | 19.04.2015, 16:00 Uhr

Seit 14 Jahren im Amt: Der SPD-Unterbezirk Oldenburg-Land hat Axel Brammer als Vorsitzenden wiedergewählt. Zu den fünf neuen Vorständlern gehört nun auch Lara Molde aus Ganderkesee.

Die Ganderkeseerin Lara Molde ist neue Stellvertretende Vorsitzende des SPD Unterbezirk Oldenburg-Land: Auf dem Unterbezirksparteitag am Samstag in Wüsting löste sie Ute Ziemann ab, die nicht wieder kandidiert hatte. Weiterer Stellvertreter bleibt Bernd Bischof, ebenfalls aus Ganderkesee.

Brammer überzeugt

Mit großer Mehrheit bestätigten die Mitglieder ihren seit 14 Jahren amtierenden 1. Vorsitzenden Axel Brammer. Der SPD-Landtagsabgeordnete aus der Gemeinde Hatten wurde mit 58 Ja-Stimmen, einer Gegenstimme sowie einer Enthaltung überzeugend wiedergewählt.

Vorstand verjüngt

Der aus 13 Mitgliedern bestehende Vorstand wurde durch die Beisitzer-Neuzugänge Matthias Kluck (Wildeshausen), Stefan Bredehöft (Dötlingen) und Hendrik Rüdebusch (Hude) ebenso verjüngt wie durch den neuen Stellvertretenden Kassierer Oliver Toth (Hatten) und Lara Molde.

Mehr Hilfe für Flüchtlinge gefordert

In ihren Grußworten betonten Landrat Carsten Harings, Hudes Bürgermeister Holger Lebedinzew und der SPD-Europaabgeordnete Matthias Groote die Verantwortung gegenüber Flüchtlingen: „Die Aufnahme von Flüchtlingen geht uns alle an“, machte Harings deutlich. Sie unterzubringen und zu integrieren sei eine der Herausforderungen, vor denen der Landkreis Oldenburg 2015 stehe. Lebedinzew betonte, dass es Hude bislang gelungen sei, zugewiesene Flüchtlinge noch dezentral unterzubringen.

Es drohen Sammelunterkünfte

Doch angesichts ungewisser künftiger Zuweisungsquoten seien auch in Hude Sammelunterkünfte nicht undenkbar. „Wir brauchen die Unterstützung des Bundes“, sagt er.

Lebedinzew unterstützte auch den von der Arbeitsgemeinschaft für Arbeitnehmerfragen (AfA) eingebrachten Antrag, ein Bundesamt für Krisenprävention zu schaffen. Zivile Konfliktbearbeitung sei in Europa nicht ohne Russland möglich, stellte er fest und forderte eine stärkere Einbindung Russlands statt seiner Ausgrenzung.

„Frontex“ in der Verantwortung

Groote forderte, Flüchtlinge besser zu schützen. Angesichts der vielen Menschen, die bei ihrer Flucht über das Mittelmeer durch Ertrinken sterben, dürften die EU und ihre Grenzschützer von „Frontex“ nicht wegsehen.