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Spender aus der Region berichten Stammzellen können jungem Ganderkeseer Leben retten

Von Katja Butschbach | 20.03.2015, 19:29 Uhr

Der 27-jährige Christoph Schöwe aus Ganderkesee benötigt eine Stammzelltransplantation. Ein Ganderkeseer und ein Delmenhorster berichten, wie sie mit einer Spende andere Kranke gerettet haben.

30 Ganderkeseer haben laut Deutscher Knochenmarkspenderdatei (DKMS) bereits Stammzellen gespendet. „Wenn man im Umkreis von 30 Kilometern sucht, findet man sogar mehr als 800 Menschen, die einem Patienten die lebensnotwenige Transplantation ermöglicht haben“, erläutert DKMS-Sprecherin Silvia Marcello.

Für den Ganderkeseer Christoph Schöwe läuft am Samstag, 28. März, eine Typisierungsaktion in der Turnhalle der Grundschule Dürerstraße. Der 27-Jährige, der an Blutkrebs erkrankt ist, benötigt eine Stammzelltransplantation. „Nur eine Stammzelltransplantation kann sein Leben retten“, erklärt Marcello.

Bisher wurde weltweit kein passender Spender gefunden

„Bislang wurde weltweit kein passender Spender für ihn gefunden“, so Marcello. Es sei generell sehr selten, dass zwei Menschen die gleichen Gewebemerkmale hätten. Wer sich als Spender registrieren lässt, könne mit der Wahrscheinlichkeit von etwa einem Prozent einem anderen Menschen mit einer Spende helfen.

Eine Nadel mehr im Heuhaufen sein

„Man sagt, einen passenden Stammzellspender zu finden, gleicht der Suche nach der Nadel im Heuhaufen“, sagt Gerold, ein 38-jähriger Ganderkeseer, der laut DKMS nicht mit vollem Namen genannt werden möchte. Vor zehn Jahren ließ er sich registrieren, 2008 konnte er Stammzellen spenden. „Ich wollte einfach eine Nadel mehr im Heuhaufen sein. Und es lohnt sich: Es ist ein tolles Gefühl, wenn man von seinem Patienten ein herzliches Dankeschön bekommt. Ich bin jederzeit bereit für weitere Spenden.“

Zweijähriges Mädchen gerettet

Ein Delmenhorster, Bastian, hat laut DKMS mit seiner Spende einem zweijährigen Mädchen die Chance aufs Überleben ermöglicht: „Über die DKMS erfuhr ich dann einige Zeit später, dass es dem Mädchen inzwischen besser geht und es den Kampf gegen die schreckliche Krankheit vorerst gewonnen hat.“ Seine Tante, durch deren Erkrankung er in Kontakt mit der DKMS gekommen war, hat den Kampf gegen die Krankheit verloren.

Bürgermeisterin hat Schirmherrschaft übernommen

Die Schirmherrschaft für die Typisierungsaktion hat Bürgermeisterin Alice Gerken-Klaas übernommen. Sie ließ sich bereits typisieren.