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Spender-Typisierung in Neerstedt Ganderkeseerin hofft auf Stammzellen-Spender

Von Reiner Haase, Reiner Haase | 13.12.2016, 16:47 Uhr

Kerstin Boinowitz aus Ganderkesee und Elke Brunotte aus Dötlingen brauchen genetische Zwillinge. Hoffnung weckt die Stammzellenspender-Typisierung in Neerstedt.

Ein genetischer Zwilling kann Kerstin Boinowitz das Leben retten. Bei der 53-jährigen Ganderkeseerin ist jüngst Blutkrebs erkannt worden. Sie liegt in einem Bremer Krankenhaus und benötigt Stammzellen eines Spenders, dessen Merkmale zu 100 Prozent zu ihren Genen passen. Ihre Familie ruft deshalb auf, sich an der Typisierungsaktion für potenzielle Spender am Sonntag, 18. Dezember, von 10 Uhr bis 15 Uhr in der Sporthalle in Neerstedt zu beteiligen. „Wir hoffen, dass viele Menschen aus Ganderkesee und Umgebung kommen. Eine andere Chance als eine Stammzellenspende hat Kerstin kaum“, sagt Michael Boinowitz.

Große Resonanz auf Aufruf

Neben der Familie Boinowitz ruft der Dötlinger Bürgermeister Ralf Spille zur Teilnahme an der Typisierungsaktion in Neerstedt auf, weil seine Mitarbeiterin Elke Brunotte ebenfalls an Blutkrebs erkrankt ist . „Der Aufruf trifft auf große Resonanz, weil Elke vielen Menschen über die Grenzen der Gemeinde hinaus als Fachbereichsleiterin Soziales, Standesbeamtin und Gleichstellungsbeauftragte bekannt ist“, berichtet die Neerstedterin Silke Diers.

Freundschaftsdienst wird große Aktion

Für Diers ist der Einsatz für die Typisierung von Stammzellenspendern ein Freundschaftsdienst für die Reitsportfreundin im Braaklander Reitclub. „Wir haben vereinsintern mit der Organisation begonnen. Wir haben gemerkt, dass die Aktion große Kreise zieht. Wir haben die anderen Vereine angesprochen, und alle ziehen mit“, berichtet sie. Hilfe kommt sogar von außerhalb: „Die Reservistenkameradschaft Huntlosen kommt mit der Gulaschkanone und serviert Erbsensuppe. Der Verkaufserlös geht komplett an die DKMS, damit noch mehr Registrierungen möglich werden“, erläutert die Mit-Organisatorin.

Suppe und Kuchen für DKMS

Dem gleichen Zweck wird der Verkauf gespendeten Kuchens dienen. „Der Kuchen kann auch mitgenommenwerden. So können auch die Menschen kommen und noch einmal Gutes tun, die schon den Ausweis des Stammzellenspenders in der Tasche haben“, sagt Diers. Jedermann tue gut daran, die DKMS zu unterstützen, denn: „Leukämie kann jeden treffen.“

Mitfahren wird organisiert

Von Ganderkesee aus können Mitfahrgelegenheiten nach Neerstedt organisiert werden, eventuell auch mit einem Bus. Interessierte können Näheres bei Jessica Boinowitz, Mobiltelefon (0162) 7 95 56 40, erfahren.