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Sperrung ist aufgehoben Drei Tote bei Lkw-Unfall auf A1 bei Wildeshausen

Von Eyke Swarovsky | 24.04.2015, 13:14 Uhr

Bei einem schweren Verkehrsunfall auf der A1 zwischen den Anschlussstellen Wildeshausen West und Wildeshausen Nord sind am Freitagmorgen drei Menschen aus dem Raum Osnabrück ums Leben gekommen.

Auf der Autobahn 1 hat es am Freitagvormittag einen sehr schweren Verkehrsunfall zwischen den Anschlussstellen Wildeshausen West und Wildeshausen Nord in Fahrtrichtung Bremen gegeben.

Auf Grund einer Baustelle auf Höhe der Anschlussstelle Wildeshausen Nord bildete sich nach Angaben der Polizei bereits ab dem frühen Morgen ein Rückstau. Trotz umfassender Warnhinweise fuhr gegen 10.30 Uhr ein Lastwagen einer Dortmunder Spedition auf einen am Stauende stehende roten VW Touran auf. Der Wagen wurde nach vorne geschleudert. Im Anschluss prallte der Laster auf einen vor dem Touran stehenden Ford Kuga. Dabei wurden die beiden Autos stark deformiert und auf einen davor stehenden Lastwagen geschoben.

Drei Tote aus dem Raum Osnabrück

Der 62-jährige Fahrer des VW wurde getötet, die 62-jährige Beifahrerin schwer verletzt. Bei den beiden Insassen handelt es sich um ein Ehepaar aus dem Raum Osnabrück. Der 63-jährige Fahrer und die 83-jährige Beifahrerin des Ford Kuga kamen bei dem Aufprall ebenfalls ums Leben. Eine 58-jährige Frau und ein 83-jähriger Mann auf dem Rücksitz des Fahrzeuges wurden schwer verletzt. Die vier Insassen in dem Ford stammen ebenfalls aus dem Raum Osnabrück.

Der 51-jährige Fahrer des auffahrenden Lastwagens steht unter Schock. Er wurde – ebenso wie der 51-jährige Fahrer des zweiten Lasters – mit leichten Verletzungen medizinisch versorgt.

Lange Staus

Die Fahrbahn der A1 in Richtung Bremen wurde zuerst ab der Anschlussstelle Wildeshausen West voll gesperrt. Am Nachmittag wurde die Sperrung ausgeweitet, so dass ab dem Ahlhorner Dreieck eine weiträumige Umfahrung über die A28 und die A29 erfolgen muss. Diese Sperrung ist seit 17.15 Uhr wieder aufgehoben. Es kam den ganzen Tag über zu langen Staus auf der Autobahn und der Umleitungsstrecke.

Grund für die Sperrung waren die aufwendigen Bergungsmaßnahmen. Wegen der schweren Beschädigungen der Fahrzeuge und des hohen Gewichtes der beteiligten Lastwagen sind hier spezielle Abschleppfahrzeuge erforderlich gewesen.

Die Sicherung der Unfallspuren wurde durch Beamte der Autobahnpolizei Ahlhorn und durch einen hinzugezogenen Verkehrsunfallgutachter vorgenommen. Die Auswertung dauert an, detaillierte Angaben zur Unfallursache sind deshalb noch nicht möglich.

 Erst am Donnerstagabend hat es in dem gleichen Bereich einen schweren Lastwagen-Unfall gegeben. 

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