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Sponsorenlauf in Stenum Spendenlauf bringt über 8700 Euro für die DKMS

Von Britta Buntemeyer | 25.03.2015, 22:40 Uhr

Auch wenn bereits ein Spender für den leukämiekranken Christoph Schöwe gefunden ist: Beim Sponsorenlauf, der für den 27-Jährigen angesetzt war, drehten hunderte Teilnehmer ihre Runden. 8703,10 Euro kamen für die DKMS zusammen.

„Ich kann meine Gefühle gar nicht beschreiben. Gänsehaut, alle freuen sich“ – Wiebke Heudebült sowie allen Freunden vom VfL Stenum war am die Erleichterung beim Sponsorenlauf am Mittwoch zugunsten der Deutschen Knochenmarkspenderdatei (DKMS) deutlich anzusehen. Heudebülts Freund Christoph Schöwe war an Blutkrebs erkrankt, Anfang der Woche dann die freudige Nachricht: Ein Stammzellspender für den 27-jährigen Ganderkeseer ist gefunden. Der Sponsorenlauf, der für Schöwe gedacht war, fand wie geplant statt. Jetzt erst recht, dachten sich die Organisatoren. Alle Einnahmen kommen der DKMS zugute: 8703,10 Euro kamen zusammen.

Insgesamt 232 Teilnehmer drehten zusammen 2902 Runden um das Gelände des VfL Stenum. Dabei waren die Jugendmannschaften und die zweite Frauenmannschaft des Gastgebervereins sowie Teams des TV Jahn, TuS Heidkrug und TSV Ganderkesee. Aber auch die Ganterhandballer liefen für den guten Zweck. Eltern, Großeltern, Freunde und Bekannte gaben pro Runde und Läufer einen bestimmten Betrag. Weitere Sponsoren waren Müller’s Wurstdiele und Langner Imbissbetriebe.

„Es gab noch viele Spontananmeldungen“, freute sich Melanie Rohrmann-Ullner, die mit Wiebke Heudebült die Initiativgruppe des VfL Stenum organisiert hatte. Dass noch so viele Menschen zugunsten der DKMS mitmachten, obwohl bereits ein Spender für Christoph Schöwe gefunden worden war, freute die Verantwortlichen besonders. „Es ist überwältigend, wie viele noch gekommen sind“, so Rohrmann-Ullner.

„Wir hatten es gehofft, aber auch damit gerechnet“, meinte Heudebült. Ihr Freund liegt derzeit im Klinikum Oldenburg und befindet sich nach einer Chemotherapie in einem Zelltief – die Phase, in der die Zahl der Blutzellen besonders stark dezimiert ist. Nach einer Regenerations- und Ruhepause, in der er auch noch einmal nach Hause darf, soll die Transplantation stattfinden. Ein genauer Termin für den Eingriff steht laut Heudebült noch nicht fest. „Richtig glauben können wir es wohl erst, wenn es losgeht“, meinte sie. Wer der Spender ist und woher er kommt, können sie und Christoph aufgrund des Datenschutzes erst in drei bis fünf Jahren erfahren.