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Sportförderung in Hude Kunstrasenfläche am Huder Bach wächst zu

Von Reiner Haase, Reiner Haase | 15.11.2017, 18:45 Uhr

Der Sportplatz am Huder Bach wird mit breiten Kunststoffrasenbahnen ausgelegt. Dann folgen die Ballfangzäune hinter den Fußballtoren und das Flutlicht.

Zwei Arbeitstage noch, dann soll das große Fußballfeld am Huder Bach komplett mit sattgrünem Kunststoffrasen auf gelenkschonend elastischem Unterbau ausgelegt sein. In der nächsten Woche werden Kleinigkeiten erledigt. Anschließend können Sand und ein Gummigranulat aufgetragen werden.

Neugummi statt Altreifen

„Wir setzen EPDM-Neugummigranulat ein“, erklärt Jonas Heidbreder, Sportplatzplaner des Fachbüros Pätzold & Snowadsky. Eine ärgerliche Diskussion über Gesundheitsgefahr durch Gummi aus Altreifen soll der Gemeinde Hude als Auftraggeber und den Vereinen, die den Allwetterplatz künftig nutzen, erspart bleiben.

Wetterkapriolen getrotzt

Bei einem Baustellenbesuch mit Martina Schneider, der Leiterin des Fachbereichs Gemeindeentwicklung im Rathaus, und Planer Heidbreder lobte Bürgermeister Holger Lebedinzew am Mittwoch den Bauleiter Michael Bertram und sein Team von der Firma Tell-Bau für das Einhalten des Zeitplans trotz des widrigen Wetters im Sommer und der Stürme im Herbst. „Wir wollten den Platz bis zum Jahresende fertig haben, und das werden wir schaffen“, so Lebedinzew.

Laufbahn kommt 2018

Heidbreder präzisierte allerdings, dass nach dem Verlegen des Kunstrasens noch die Flutlichtanlage bestellt und installiert werden muss. Auch die Ballfangzäune fehlen noch. Er rechnet damit, dass der Sportplatzbau im Frühjahr 2018 ganz abgeschlossen wird. Ebenfalls noch im Jahr 2018 soll eine Leichtathletikanlage aus Kunststoff drumherum gebaut werden.

Gut 1,3 Millionen Kosten

Für den Bürgermeister, die Fachbereichsleiterin und den Planer gibt es zurzeit kein Anzeichen dafür, dass die geschätzten Kosten von gut 1,3 Millionen Euro für die Gesamtanlage wesentlich überschritten werden. „Hier und da müssen wir ein bisschen drauflegen. Es sieht aber nicht danach aus, dass es fünf oder zehn Prozent Mehrkosten werden“, so Lebedinzew. Er erinnert daran, dass der Allwetterplatz einen 40 Jahre alten abgängigen Rasenplatz mit maroden Anlagen für die Leichtathletik ersetzt. „Die Sportler aller unserer Vereine profitieren, und andere Sportplätze werden geschont“, betont der Bürgermeister.