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Stare im Landkreis Oldenburg Naturschutzstiftung fördert gefiederte Platzwarte

Von Reiner Haase, Reiner Haase | 17.03.2016, 14:06 Uhr

Der Star als natürlicher Feind rasenkillender Käferlarven ist im Landkreis Oldenbur selten geworden. Die Naturschutzstiftung hilft ihm mit Nistkästen auf die Sprünge.

Alle Mühe des Platzwarts war vergebens: Larven des Gartenlaubkäfers haben dem VfL Wittekind die Grasnarbe des Sportplatzes ruiniert. Das ist auch schon anderen Vereinen im Landkreis Oldenburg passiert.

Nistplätze verschwinden

Naturschützer Max Hunger weist auf einen Zusammenhang im Naturkreislauf hin: Der Star als natürlicher Feind verfressener Larven ist in unserer Region selten geworden, weil er als Höhlenbrüter in der aufgeräumten Landschaft mit vielfach bestversiegelten Gebäuden keine Nistplätze findet.

Vorrang für Sportvereine

Dem Schwund an Nistplätzen wirkt die Naturschutzstiftung des Landkreises schon seit einigen Jahren mit der Abgabe von Starenkästen entgegen. In diesem Jahr ist die Aktion mit „Stare an die Rasenflächen“ überschrieben: Sportvereine haben bei der Vergabevon 130 Starenkästen Vorrang, wenn sie sich bis Montag, 21. März, per E-Mail an max.hunger@t-online.de oder unter Telefon (04435) 5961 maximal fünf Kästen reservieren.

Verkauf an Privatleute ab 22. März

Ab Dienstag, 22. März, werden die übriggebliebenen Kästen im Kreishaus in Wildeshausen, Delmenhorster Straße 6, sowie im Grünen Zentrum in Huntlosen, Sannumer Straße, auch an Privatleute abgegeben. Pro Starenkasten werden fünf Euro kassiert.

Star liebt Geselligkeit

„Der Star lebt am liebsten in geselliger Runde“, sagt Hunger. Deshalb empfiehlt er, mehrere Starenkästen im Abstand von wenigen Metern aufzuhängen.