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Stedingsehre in Bookholzberg Lernort für Heimatgeschichte auf dem Bookholzberg

Von Reiner Haase | 16.10.2015, 21:01 Uhr

2016 will der Förderverein im Spieldorf Stedingsehre in Bookholzberg ein Informationszentrum für die Geschichte der Region einrichten. Bei einer Feier am 7. November wird Näheres erläutert.

Im Laufe des nächsten Jahres, spätestens 2017 wird laut Dietmar Mietrach ein Haus im Spieldorf der Freilichtbühne Stedingsehre in Bookholzberg zum heimatgeschichtlichen Dokumentationszentrum. Über den Stand der Vorbereitungen informiert der Vorsitzende des Fördervereins Informationszentrum Freilichtbühne Bookholzberg am Sonnabend, 7. November, im Rahmen einer großen Feier zum zehnjährigen Bestehen des Arbeitskreises Stedingsehre.

Drei tragende Säulen

Was in einem Haus des Spieldorfs beginnt, soll über die Jahre wachsen. Wie das Regionale Umweltzentrum in Hollen Umweltbildung betreibt, soll das Informationszentrum auf dem Bookholzberg den Bürgern Regionalgeschichte nahe bringen, und zwar nicht nur über die Stedingsehre: Zum Konzept des Fördervereins gehört die Einbeziehung anderer interessanter Stätten, des Blockhauses Ahlhorn zum Beispiel und des Jugendhofs Steinkimmen. Kulturarbeit will im Spieldorf auch die regioVHS leisten, auch ein Druckereimuseum gehört zum Konzept des Fördervereins. Zu tragenden Säulen sollen neben der Kultur Gastronomie und kleiner, feiner Handel sowie ein Zentrum für Existenzgründer kommen.

Häuser noch belegt

„Wir müssen aber warten, bis das Berufsförderungswerk die Häuser im Spieldorf freimacht. Noch werden sie benötigt, weil andere bfw-Gebäude wegen Schadstoffbelastung gesperrt sind“, so Mietrach, „das hat uns im Zeitplan zurückgeworfen.“

Sammlung wächst ständig

Lisa Dirks, Mitgründerin des Arbeitskreises Stedingsehre, wartet schon lange auf Ausstellungsräume. „Wir haben eine Menge interessanter Dokumente und Ausstellungsstücke gesammelt und an verschiedenen Stellen gelagert“, sagt sie, „und es kommt immer wieder Neues hinzu.“ Kürzlich erst sei dem Arbeitskreis eine Originalzeichnung des Stedingsehre-Architekten zugegangen.

Renommierte Redner

Der Feiertag für den Arbeitskreis beginnt am Sonnabend, 7. November, um 10 Uhr im Seminarraum im bfw-Mensagebäude. Den Hauptvortrag „Erinnern an den Nationalsozialismus vor Ort: Gestern, heute – und morgen?“ hält der Oldenburger Geschichtsprofessor Dr. Dietmar von Reeken. Referenten sind außerdem Dr. Michael Brandt von der Oldenburgischen Landschaft, Dr. Gerhard Kaldewei, Lutz Walk und Dr. Rolf Keller. Zum Abschluss werden bis 17 Uhr in einem Podiumsgespräch die Perspektiven erörtert.