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Stenum Ortho investiert kräftig Stenumer Fachklinik: Aufwärtstrend hält an

Von Thorsten Konkel, Thorsten Konkel | 15.12.2016, 17:59 Uhr

Auch 2016 hat die Stenum Ortho GmbH, Betreiberin der Stenumer Fachklinik für Orthopädie, wieder erheblich in die Modernisierung und somit die Zukunft ihres Standorts am Heilstättenweg investiert. Voraussetzung dafür war eine erneute Erlössteigerung in Folge. Gestiegen ist auch die Patientenzufriedenheit.

Durch den Umbau von einem vereinsgeführten Haus zu einer Gesellschaft mit beschränkter Haftung (GmbH) nach der Insolvenz im Jahr 2012 hat die Stenum Ortho Fachklinik für Orthopädie einen radikalen Strukturwandel zum Positiven erlebt. Trotz erneuter erheblicher Investitionen berichtete der Ärztliche Leiter Dr. Karsten Ritter-Lang von einem Plus von mehr als 300.000 Euro, die am Ende des Jahres 2016 auf der Habenseite der Klinik stehen werden.

Umsatzplus wächst – hohe Investitionen in Standort

Den seit 2013 jährlich wachsenden Überschuss habe man konsequent in die Infrastruktur gesteckt, erläuterte Ritter-Lang. Zu den Großvorhaben des Jahres 2016 gehörten etwa eine neue Wasseraufbereitung und die Umstellung auf ein eigenes Blockheizkraftwerk, das Strom und Wärme erzeugt. Es trägt zudem zum Klimaschutz sowie zur erheblichen Energieeinsparung bei. Die Investitionssumme im Zeitraum 2014 bis 2016 gab er mit knapp 1,5 Millionen Euro an.

Klinik immer beliebter

Das Ergebnis der Bemühungen: „Stenum spricht sich herum“, umschrieb der Ärztliche Direktor den guten Ruf der Klinik bei Ärzten und Zuweisern, der auch 2016 für eine weitere Steigerung der Fallzahlen gesorgt hat. 3500 ambulante Patienten wurden in den zurückliegenden bislang elf Monaten der Aufzeichnungen für 2016 versorgt. Hinzu kamen 520 Wirbelsäulen-OPs, 310 Mal wurden künstliche Gelenke eingesetzt, 445 Patienten erhielten eine konservative Behandlung, 410 weitere Eingriffe wurde vorgenommen.

Gute Auslastung

Damit liegt die Auslastung der Klinik mit 66 Betten, davon 51 Planbetten, laut Ritter-Lang bei 78 Prozent. Auch beschäftigungsseitig habe sich einiges bewegt, betonte der Ärztliche Direktor. Neue Fachkräfte seien eingestellt worden, die Klinik werde auch bei jungen Medizinern auf der Suche nach Assistenzarztstellen immer beliebter.

120 Mitarbeiter

„Es gib wieder Initiativbewerbungen“, nannt er den Effekt des Ausbildunsgkonzepts. Die nun 120 Mitarbeiter, darunter 34 Vollzeitpflegekräfte, erhalten in diesem Jahr erstmals wieder alle Sonderzahlungen, nachdem sie in den Vorjahren infolge der zurückliegenden Insolvenz verzichten mussten.

Auch Altschulden getilgt

Besonders stolz ist Ritter-Lang, alle finanziellen Anstrengungen ohne Kredite und nur aus dem laufenden Geschäft gestemmt zu haben : „Wir haben Altdarlehen von 1,2 Millionen Euro auf 800.000 Euro abgebaut“, erläuterte er. Ziel solle es sein, „dass wir bei den Banken nur noch ein Geschäftskonto und keine Kredite mehr haben“, blickte er voraus.

Modernisierung auch 2017

Die Modernisierung weiterer Patientenzimmer und der Ausbau der IT-Infrastruktur gehören zu den großen Herausforderungen im neuen Jahr. 2017 sollen insgesamt rund 500.000 Euro investiert werden. All dies wäre nicht möglich ohne die Behandlungserfolge. „Wir haben eine außerordentlich geringe Zahl an Komplikationen, und wir liegen, was Infektionen betrifft, deutlich unter dem Bundesdurchschnitt“, betonte Ritter-Lang.

Patientenbeauftragte hat kaum zu tun

„Die Zufriedenheit hat auch schon die Patientenbeauftragte Claudia Wendt spüren können“, stellte Daniela Wolff vom Zuweisermanagement fest: „Frau Wendt hat kaum etwas zu tun“, sagte sie. Die Ehrenamtliche gehe inzwischen von Zimmer zu Zimmer, um zu fragen, ob es Gesprächsbedarf gibt.