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Stillstand bei Neuem Marktplatz Ganderkeseer Kaufleute kritisieren Politik

Von Thomas Breuer | 17.03.2016, 20:29 Uhr

Die Ungeduld in der Kaufmannschaft wächst. Deutlich zu lange dauern ihr die Überlegungen, was denn nun aus dem Neuen Markt werden soll. Immer neue Vorschläge und keine Entscheidungen bemängelte die Werbegemeinschaft GanterMarkt in ihrer Mitgliederversammlung am Dienstagabend.

„Irgendwann hat man das Gefühl, dass man etwas veräppelt wird“, gab Renate Drieling (Jeans-Scheune) ihrem Unmut Ausdruck. „Ich habe das Gefühl, wir werden von der Politik gar nicht mehr ernstgenommen.“

Bauamtsleiter Peter Meyer war es vorbehalten, den Kaufleuten den Stand der Dinge zu schildern. Er stimmte zu, dass der Prozess sehr lange dauere, obwohl schon 2009 erste Pläne vorlagen, sagte aber auch: „Wir versuchen, eine grundlegende Entscheidung noch vor der Sommerpause zu bekommen.“ Das heißt, nach seinem Willen soll der Ratspolitik rechtzeitig eine entsprechende Beschlussvorlage zugehen.

Dass diese nicht darauf zielen darf, die Fläche in einen Garten umzuwandeln, steht für die Kaufleute außer Frage. Doch dieser Vorschlag stehe eben auch im Raum und müsse in die Abwägung einbezogen werden, so Meyer. „Aber“, legte er sich fest, „wir wollen versuchen, den Knoten durchzuhauen“.

In GanterMarkt-Kreisen kursiert ungeachtet dieser Äußerungen weiter die „Angst vor einer Variante, die gar nichts mehr mit einem Marktplatz zu tun hat“. Die verfahrene Situation, hieß es, sei „unbefriedigend“ und „mürbe machend“.

GanterMarkt-Vorsitzender Timo Vetter merkte an, dass die für den Umbau des Neuen Marktes geplanten Mittel ohnehin schon „zusammengestrichen“ worden sein. Mit Blick auf die direkten Anlieger merkte Meyer an: „Je teurer, desto größer die Beteiligung.“