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Straßenausschuss in Ganderkesee Tempo-30-Abschnitt auf Habbrügger Weg ist vom Tisch

Von Thomas Deeken | 26.11.2015, 13:51 Uhr

Am Habbrügger Weg in Ganderkesee bleibt alles, wie es ist. Es wird weder einen Tempo-30-Bereich zwischen Stettiner Weg und Kleiner Esch, noch eine Querungshilfe in Höhe der Straße Am Schießstand geben. Das wurde am Mittwochabend im Ausschuss für Straßen und Verkehr mitgeteilt.

 

Arnold Hansen von den Freien Wählern hatte einen Antrag auf Einrichtung einer Tempo-30-Zone gestellt, nachdem er in den vergangenen zwei Jahren „mehrfach brenzlige Situationen“ für Schulkinder beobachtet habe, die die Straße überqueren müssen, um zur Grundschule Dürerstraße zu gelangen. „Ich will nicht sagen, dass dort gerast wird. Aber es wird schon zügig gefahren“, sagte Hansen im Ausschuss und verwies auch auf Zahlen der Verwaltung, die mitgeteilt hatte, dass bei einer Messung „die meisten Verkehrsteilnehmer den Habbrügger Weg mit Fahrgeschwindigkeiten zwischen 45 und 60 Kilometern pro Stunde befahren haben“. Unterstützt wurde der Ratsherr von Otto Sackmann (UWG/Marbach) sowie Dr. Volker Schulz-Berendt und Dr. Reinhold Schütte (Bündnis 90/Die Grünen). Die anderen neun Ausschussmitglieder lehnten den Antrag ab und vertrauten den Angaben der Verwaltung. Die hatte festgestellt, dass die gesetzlichen Voraussetzungen für die Anordnung einer Temporeduzierung nicht erfüllt seien – und auch nicht für eine Querungshilfe, die von der CDU beantragt wurde.

Christel Zießler: Alles bitte mit Augenmaß

Christel Zießler (SPD) betonte: „Natürlich müssen wir für unsere schwächeren Verkehrsteilnehmer sorgen. Aber alles bitte mit Augenmaß.“ Fachbereichsleiter Peter Meyer ergänzte, dass laut Gesetz in dieser Angelegenheit nicht politisch, sondern verwaltungstechnisch entschieden werde. Im Übrigen gebe es direkt vor den Schulen der Gemeinde die Beschränkung auf Tempo 30.

Kein Lasterverbot auf der Alten Dorfstraße

Als „sehr problematisch“ sieht die SPD-Ratsfrau dagegen die Verkehrssituation auf der Alten Dorfstraße in Bergedorf an – vor allem dann, wenn Lastwagen mit Anhängern durch die engen Kurven fahren würden und Radfahrer und Fußgänger gefährdeten. Am liebsten wäre den Sozialdemokraten, wenn Laster dort nicht mehr fahren würden. Dazu die Verwaltung: Die Voraussetzungen für ein Verbot liegen nicht vor.

Radweg entlang der Straße Ohe gewünscht

Darüber hinaus würde die SPD-Fraktion gerne einen Radweg entlang der Straße Ohe sehen, damit Radfahrer und Fußgänger besser geschützt seien. „Vielleicht kann man eine günstigere Lösung beim Radweg finden“, sagte Zießler in Anspielung auf geschätzte Kosten in Höhe von rund 500.000 Euro. Vorschlag von Schütte: Der Ohe-Radweg sollte in die Prioritätenliste aufgenommen werden.

Keine konkrete Lösung gab es auch beim Thema Fahrradständer auf dem Arp-Schnitger-Platz. FDP-Fraktionsvorsitzende Marion Daniel („Fahrradständer gibt es doch beim Gemeindehaus“) und Hansen („Das ist Verschwendung von Geld“) lehnten ab. CDU-Fraktionsvorsitzender Dietmar Mietrach wollte vor einer Entscheidung lieber noch einmal mit Geschäftsleuten und Werbegemeinschaft sprechen.

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