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Straßenfest in Bookholzberg St.-Florian-Straße in Bookholzberg feiert Gemeinschaft

Von Dirk Hamm | 09.10.2017, 10:37 Uhr

Der eigene Kostenanteil für die Pflasterung der St.-Florian-Straße sorgte vor zehn Jahren für Unmut bei den Anwohnern. Der Ärger ist längst verraucht.

Früher hat sich die St.-Florian-Straße bei Regen in einen Schlammweg verwandelt. „Das war damals ein Sandweg, eine Sandwüste, und bei Regen gab es Überschwemmung“, erinnert sich Hannelore Monsees. Diese Zeiten sind vorbei, inzwischen hat die gut 150 Meter lange Stichstraße eine moderne Pflasterdecke erhalten. Das war vor zehn Jahren, was die Anwohner jetzt zum Anlass für ein großes Straßenfest nehmen.

Am Samstag, 14. Oktober, sind nicht nur die Anlieger der St.-Florian-Straße, sondern alle Bookholzberger von 10 bis 16 Uhr eingeladen, mitzufeiern. Es gibt ein buntes Programm inklusive Flohmarkt und Wasserspiele der an der Straße beheimateten Jugendfeuerwehr.

Feierfreudige Straßengemeinschaft

Dabei stieß der Ausbau der St.-Florian-Straße anfangs nicht gerade auf Begeisterung unter den Anwohnern, die seit Mitte der 70er Jahre eine feierfreudige Straßengemeinschaft bilden. „Die Kosten sorgten für Unmut“, sagt Mireille Pydde. Und der unbefestigte Weg mit seinen vielen Schlaglöchern hatte auch seine Vorteile, meint ihr Ehemann, Jens Pydde: „Der Sandweg sorgte für eine natürliche Verkehrsberuhigung.“ Im niedrigen vierstelligen Bereich habe die von der Gemeinde von den Grundstückseigentümern erhobenen Beiträge für den Straßenausbau in ihrem Fall gelegen, so Mireille Pydde.

Ärger über die Ausbaukosten verraucht

Einige der anderen Anwohner hätten mehr bezahlen müssen, aufgrund der Bestimmungen in der Straßenausbaubeitragssatzung der Gemeinde, die bei der Bemessung des zu zahlenden Anteils auch die zulässige Zahl der Vollgeschosse heranzieht. In einer von der Gemeinde anberaumten Anwohnerversammlung wurde der Unmut laut und deutlich geäußert.

Zehn Jahre später hingegen ist der Ärger längst verraucht: „Wir wissen den Ausbau mittlerweile zu schätzen, vor allem bei schlechtem Wetter“, sagt Mireille Pydde. Dass in der Ganderkeseer Politik über eine Abschaffung der Anliegerbeiträge zum Straßenausbau diskutiert wird, stößt auf Zustimmung: „Ich finde es nicht gut, dass der Eigenanteil so hoch ist, auch wenn es sich um eine öffentliche Straße handelt“, meint einer der Anwohner.

Jedes Jahr Jakkolo-Turnier

Die Gemeinschaft wird an der St.-Florian-Straße nicht nur zum „Pflasterjubiläum“ großgeschrieben: Zu vielen Anlässen vom Geburtstag bis zum runden Hochzeitstag wird gemeinsam gefeiert, und jährlich misst man sich beim Jakkolo-Turnier. Welches Getränk vor Jahren in fröhlicher Runde besonders beliebt war, verrät ein auf einem privaten Grundstück aufgestelltes Schild: „Feigling-Allee“.