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Straßenmeisterei Wildeshausen Belegschaft der Straßenmeisterei bangt um Jobs

Von Reiner Haase, Reiner Haase | 25.07.2017, 21:21 Uhr

Die Kompetenz für die Autobahnen wird vom Land zum Bund verlagert. Das weckt in der Straßen- und Autobahnmeisterei Wildeshausen Ängste um den Job.

„Es herrscht Unruhe in der Belegschaft“, berichtete Horst Behrmann, Leiter der Straßen- und Autobahnmeisterei Wildeshausen, am Dienstag dem Arbeitskreis Verkehr der CDU-Landtagsfraktion und der CDU-Bundestagsabgeordneten Astrid Grotelüschen. Hintergrund ist der Beschluss, die Kompetenz für die Autobahnen von den Ländern zum Bund zu verlagern. „Wir wollen erreichen, dass Gelder für die Autobahnen zügiger in die Projekte fließen“, erläuterte Grotelüschen.

Keine Arbeitsplatz- und Standortgarantie

In seinem Hause werde zurzeit ermittelt, wer ganz, hauptsächlich oder teilweise im Bereich Autobahnen arbeitet, und daraus werde das Organisations- und Standortkonzept entwickelt, berichtete Jochen Delfs, Leiter der Landesbehörde für Straßen und Verkehr in Oldenburg. „Eine Arbeitsplatz- oder Standortgarantie kann es zurzeit nicht geben“, betonte Delfs.

Fachkräfte händeringend gesucht

Angst um den Arbeitsplatz ist aber wohl weitgehend unbegründet: Laut Delfs wird nach dem drastischen Personalabbau nach den Straßenmeisterei-Fusionen im Jahr 2000 händeringend nach Fachpersonal, vor allem nach Ingenieuren, gesucht. Karl-Heinz Bley, Sprecher des Arbeitskreises, versicherte, er werde das Thema Zukunftsängste in Hannover zur Sprache bringen. Die Zuständigkeit für die Bundesstraßen bleibe auf jeden Fall bei der Landesbehörde, ergänzte er: „Die Bundesstraßen haben viele Schnittstellen mit Landes-, Kreis- und Gemeindestraßen. Da ist der Bund zu weit weg.“

Großprojekt Autobahn 20

Das große Projekt der Straßenbaubehörde ist zurzeit die Autobahn 20 vom Ammerland unter der Weser hindurch weiter Richtung Osten. „Die A20 wird die Region entscheidend voranbringen“, ist Bley überzeugt.

Autobahn 1 noch jahrelang zweispurig

Deutlich weiter hinten im Aufgabenplan steht der Lückenschluss der Dreispurigkeit der Autobahn 1 zwischen den Dreiecken Stuhr und Ahlhorn. Laut Delfs wird der Ausbau nicht vor 2025 beginnen. „Bis 2030 ist der Ausbau abgeschlossen“, sagte die Abgeordnete Grotelüschen voraus. Der jetzt anstehende Ausbau der Parkplätze in diesem 37 Kilometer langen Autobahnabschnitt sei schon für die Sechsspurigkeit geplant, versicherte Delfs.