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Streit um Tempo 30 in Heide Tempo 30 auf Heuweg in Heide in Warteschleife

24.02.2016, 22:20 Uhr

Anwohner des Heuwegs in Heide in der Gemeinde Ganderkesee fordern klar Tempo 30 auf dem Heuweg. Das widerspricht dem Votum der Ortsvereine.

113 zu 15 lautet das Ergebnis einer privaten Umfrage unter Bürgern zur Einführung einer Tempo-30-Regelung auf dem Heuweg in Heide: 88 Prozent für und zwölf Prozent gegen Tempo 30. Der Verkehrsausschuss des Gemeinderats zeigte sich am Mittwochabend vom Umfrageergebnis beeindruckt und will über das Thema Tempolimit erst wieder beraten, wenn vor Ort klärende Gespräche geführt worden sind.

Ortsvereine bremsen Tempo 30 aus

Der Ausschuss war im September 2015 schon nahe dran, die Weichen für eine Tempo-30-Regelung ab Einmündung Heider See bis zur Schönemoorer Landstraße zu stellen. Er vertagte den Beschluss, weil der Vorstand des Bürgervereins Heide-Schönemoor kurzfristig eingeschritten war mit dem Hinweis, die Bürger wollten das Tempolimit nicht. Ðer Vorstand des Orts- und Verkehrsvereins Schönemoor bestätigte auf Nachfrage das Stimmungsbild.

Unruhe unter den Nachbarn

Er habe mit seiner Frau die Heider aus dem Einzugsbereich des Heuwegs befragt, weil es große Unruhe unter den Nachbarn gegeben habe. Die Unruhe gebe es auch heute noch, berichtete Anwohner Jörg Noster dem Ausschuss.

Vorwurf „Gutsherrenmanier“

Arnold Hansen (Freie Wähler) warf den Vorständen der Ortsvereine „Gutsherrenmanier“ vor. „Wenn ich meine Nachbarn am Hohenkamp befrage, sagen auch alle, dass sie Tempo 30 wollen“, kommentierte FDP-Ratsfrau Marion Daniel aus Rethorn den Vorgang. Bei einer Gegenstimme Hansens sprach sich der Ausschuss dafür aus, die Klärung der Stimmungslage vor Ort abzuwarten.