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Sturmschäden nehmen zu 2015 deutlich mehr Einsätze für Ganderkesees Feuerwehren

Von Thorsten Konkel, Thorsten Konkel | 02.02.2016, 16:51 Uhr

Die sechs Ortsfeuerwehren der Gemeinde Ganderkesee mussten 2015 zu deutlich mehr Einsätzen als noch im Jahr zuvor ausrücken. Insgesamt 265 Mal wurden die Brandschützer alarmiert. 2014 waren es noch 193 Einsätze. Diese Bilanz zieht Ganderkesees Gemeindebrandmeister Horst-Dieter Meyer.

Die 265 Einsätze teilen sich auf in 46 Brände, 160 Hilfeleistungen, 16 Brandsicherheitswachen und 43 blinde Alarme. Bei neun Brandeinsätzen wurde nachbarschaftliche Löschhilfe außerhalb der Gemeinde geleistet. Die beiden Großbrände waren ein Gebäudebrand in Stenum und ein Flächenbrand in Hengsterholz.

40 blinde Alarme gingen auf das Konto fehlerhaft oder fahrlässig auslösender Brandmeldeanlagen. (2014: 33 Fehlalarme).

Deutlich mehr Sturschäden zu beseitigen

2015 waren insgesamt 160 Hilfeleistungseinsätze zu verzeichnen (2014: 102). 106 dieser Einsätze waren extremen Wetterverhältnissen geschuldet. Allein bei den Sturmeinsätzen am 31. März und 5. Mai wurden die Ortswehren zu 70 Einsatzstellen gerufen.

Weiterhin wurden die Feuerwehren wegen 14 teils schweren Verkehrsunfällen alarmiert. Bei sieben Einsätzen ging es um Gefahrstoffe oder den Schutz der Umwelt beim Auslaufen von Kraftstoff und Öl.

15 Mal wurde die Feuerwehr zur Unterstützung des Rettungsdienstes, der Polizei oder anderer Behörden alarmiert. Acht Hilfeleistungseinsätze wurden in Nachbarkommunen durchgeführt. Zu den größet Einsätze zählten 2015 zweifelsohne der Austritt von Chlorgas im Ganderkeseer Gewerbegebiet in der Nacht zum 1. April sowie das Zugunglück in Rethorn am 5. November.

Trotz der hohen Belastung bot das vergangene Jahr auch Positives für die Ehrenamtlichen: „Die Anzahl der aktiven Feuerwehrleute in den Ortsfeuerwehren ist leicht angestiegen, von 365 auf 380 Männer und Frauen zum 1. Januar 2016“, zeigte Meyer sich erfreut. Die Mitgliederbewegung im Einzelnen: 26 Männer und fünf Frauen wurden neu aufgenommen. 5 Männer und 6 Frauen sind aus der Feuerwehr ausgetreten, vier wechselten aus Altersgründen zu den Senioren. Ein Aktiver verstarb. Neun Feuerwehrmitglieder aus anderen Kommunen verstärken darüber hinaus als Doppelmitglieder die Einsatzabteilungen einiger Ortswehren.

Mit 49 aktiven Frauen blieb der Frauenanteil nahezu konstant (2014: 50 Frauen).

Verluste hatten die Ehrenamtlichen allerdings beim Nachwuchs zu verzeichnen: „Die Mitgliederzahl in der Jugendfeuerwehr ist im Jahr 2015 von 111 auf 92 gesunken“, sagt Meyer.

Zwei Mädchen und zehn Jungen wurden neu in die Jugendfeuerwehr aufgenommen; vier Mädchen und 17 Jungen sind dagegen ausgetreten und zehn Jungen wechselten zu den Aktiven. Sechs Jungen und ein Mädchen zwischen 16 und 18 Jahren sind als Doppelmitglieder sowohl in der Jugendfeuerwehr als auch in der Einsatzabteilung aktiv. Insgesamt hatten die Feuerwehren der Gemeinde Ganderkesee am 1. Januar 2016 insgesamt 673 Mitglieder. Davon sind 380 Mitglieder in der Einsatzabteilung und 127 Mitglieder sind Kinder und Jugendliche im Alter zwischen sechs und 18 Jahren.