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Tabuthema Häusliche Gewalt Starkes Netz der Hilfe für Frauen im Landkreis

Von Reiner Haase | 25.11.2015, 19:27 Uhr

Bei häuslicher Gewalt gibt es im Landkreis Oldenburg ein Netz an Unterstützern. Der Arbeitskreis lässt Frauen zu Wort kommen, denen geholfen worden ist.

Der Arbeitskreis Häusliche Gewalt holt mit Beispielen gelungener Eingriffe und Hilfeverläufe das Thema Gewalt hinter der Wohnungstür aus der Tabu-Ecke. Anlass ist der weltweite „Tag zur Ächtung von Gewalt gegen Frauen“.

Das Alltägliche regeln

Das Jugendamt des Landkreises berichtet von Familienhelferin B., die der Mutter eines vierjährigen Kindes auf Initiative einer Nachbarin mit wöchentlichen Besuchen, Unterstützung beim Regeln des Alltäglichen und bei der Wohnungssuche aus einer gewalttätigen Partnerschaft geholfen hat. „Alleine hätte ich das nie geschafft“, sagt die Mutter beim letzten Besuch.

Entscheidungshilfe, Beratung und Unterstützung

Da ist die Psychologische Beratungsstelle, die kostenlos hilft, Konflikte in einer Familie durch Änderungen im Verhalten der Klientin zu ändern. Oder donum vitae, dessen Beratung die Frau unterstützt, selbst zu entscheiden, ob ein weiteres Kind das Richtige ist. Der Weiße Ring berichtet von finanzieller Hilfe bei der Einrichtung einer neuen Wohnung. Das Frauenhaus, Aufwind und BISS lassen eine Frau Zuflucht, Unterstützung und Beratung schildern. Wildwasser entlockt einer Frau einen Stoßseufzer: „Hierher zu kommen ist wie ein Angorapullover für meine Seele.“