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Tag der offenen Tür in Bürstel Alte Handwerkskunst fasziniert in Ganderkeseer Heimatstube

Von Antje Cznottka, Antje Cznottka | 13.08.2016, 19:32 Uhr

Beim Tag der offenen Tür in der Heimatstube des Orts- und Heimatvereins Ganderkesee konnten sich Besucher am Samstag nicht nur durch die Exponate in die Vergangenheit entführen lassen. Die „o´ll´n Handwarkers ut Worphusen und annere Dörper“ gaben Einblick in alte Handwerkskünste.

Ein Stück Mahagoniholz drehte sich am Samstag beim Tag der offenen Tür der Heimatstube in Bürstel auf Christian Meyers Drechselbank. „Daraus wird ein Honiglöffel“, erklärt er. Meyer drechselt als Hobby und stellt auch mittelalterliche Repliken für Museen her. „Es ist erstaunlich, wie fein die Arbeiten damals waren. Das bekomme ich heute kaum hin“, gibt Meyer zu. Und das obwohl heute eine Maschine die Werkstücke dreht. Früher musste mit einem Antriebspedal, wie man es von alten Nähmaschinen kennt, nachgeholfen werden.

Friseurecke in Heimatstubein Bürstel eingerichtet

Daneben konnten Besucher einem Kunstschmied und einem Reepschläger, der Seile herstellt, bei der Arbeit zusehen. „Die Handwerker haben einige Besucher angezogen, die sonst nicht extra in die Heimatstube gekommen wären“, beobachtet Günter Fleischer, Vorstandsmitglied des Orts- und Heimatvereins Ganderkesee . Daneben haben die Vereinsmitglieder die Ausstellung neu organisiert. So findet sich im ersten Stock der Heimatstube zum Beispiel eine Friseurstube und eine Ecke nur für Schreib- und Rechenmaschinen, die den Kontrast zwischen alten und neuen Maschinen deutlich macht. „Selbst die neueren Schreibmaschinen in unserer Ausstellung kennt heute kaum noch jemand“, merkt Fritz Witte an.