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„Tanzrausch“ in Hude Jugendliche tanzen bis Mitternacht

Von Helmuth Riewe | 22.12.2014, 15:12 Uhr

 Ohne Alkohol und Zigaretten haben 660 Jugendliche in der Halle am Huder Bach ihren „Tanzrausch“ erlebt. Seit zehn Jahren setzt die Kreis-Jugendpflege das erfolgreiche Konzept um.

Mit der zehnten Disco-Veranstaltung „Tanzrausch“ hat die Jugendpflege des Landkreises Oldenburg am Samstagabend in der Halle am Huder Bach ein bemerkenswertes Jubiläum feiern können. Angefeuert durch das von Discjockey Paddy angebotene abwechslungsreiche Musikprogramm sowie zahlreiche Showeinlagen feierten 660 Jugendliche im Alter zwischen zwölf und 17 Jahren ausgelassen zwischen 19 Uhr und Mitternacht. Den Clou der Veranstaltung bildet der Umstand, dass alle Teilnehmer auf Alkohol und Nikotin zu verzichten haben. Auch sonst konnten die Eltern des Landkreises ihren Nachwuchs an diesem Abend beruhigt nach Hude ziehen lassen. Schließlich hatten die Jugendpfleger des Landkreises sowie der kreisangehörigen Gemeinden dafür gesorgt, dass aus allen Orten Busse eingesetzt wurden, um die Jugendlichen in der Nacht wieder sicher nach Hause zu bringen.

Um das seit zehn Jahren erfolgreiche Disco-Konzept gebührend zu würdigen, hatte Kreisjugendpfleger Dirk Emmerich zahlreiche Gäste zu einem Rundgang in die Halle geladen, darunter Hudes Bürgermeister Holger Lebedinzew sowie der Chef der Polizeiinspektion Oldenburg-Land, Markus Voth, und AOK-Geschäftsbereichsleiter Bernd Wessels. Markus Voth hatte zudem einige Polizeibeamte seines Präventionsteams mitgebracht, die diskret dafür sorgten, dass das drogenfreie Konzept des Abends eingehalten wurde.

Der Polizeibeamte zeigte sich vom dauerhaften Erfolg der Präventionsdisco begeistert. Aus ganz Niedersachsen sei ihm kein Landkreis bekannt, wo sich ein vergleichbares Feierangebot für Jugendliche etabliert habe.

Gestützt auf die Erfahrungen seiner Krankenkasse hob Bernd Wessels hervor, dass es nach wie vor regelmäßig vorkomme, dass Jugendliche unter 18 Jahren nach gemeinschaftlichen Besäufnissen „im Delirium“ ins Krankenhaus gebracht werden müssten. Die AOK sei daher dankbar, dass sie in Hude einen Beitrag dazu leisten könne zu zeigen, dass Feiern auch ohne Alkohol möglich sei. AOK-Mitarbeiter hatten in der Halle eine Kontaktbörse eingerichtet, an der nach Herzenslust geflirtet werden konnte. Nebenan konnten die Jugendlichen im „Circus Radieschen“ ihre Geschicklichkeit erproben, während in der Haupthalle begeistert getanzt und am Glücksrad des Jugendrotkreuz erste Gewinne verteilt wurden.

Bürgermeister Holger Lebedinzew lobte das Konzept und freute sich zugleich, dass seine Gemeinde für diese Veranstaltung mit „inzwischen Traditionscharakter” die passende Halle zur Verfügung stellen könne. Die schier unbegrenzten Möglichkeiten der Halle am Huder Bach hob auch Dirk Emmerich hervor. Die Bedingungen in Hude seien „sehr gut”.