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Tauchen mit DLRG Ganderkesee Mit DLRG Ganderkesee in die Unterwasserwelt

Von Alexander Schnackenburg | 23.08.2015, 16:20 Uhr

Neun Jungen und ein Mädchen haben mit der DLRG im Freibad Ganderkesee das Tauchen geübt. „Einfach cool“ sei das gewesen, sagt Pierre.

Kleine Froschmänner im Freibad am Heideweg in Ganderkesee: Am Samstagnachmittag führte dort die DLRG zehn Kinder im Rahmen eines Schnupperkurses in die Geheimnisse der Unterwasserwelt ein – mit Taucherbrille, Atemgerät und allem, was dazu gehört.

Ab Richtung Beckenboden

„Einfach cool“ sei es gewesen, berichtete der elfjährige Pierre unmittelbar nach seinem gut zehnminütigen Tauchgang. Gerade, wie einfach es sein könne – dank der Gasflasche – unter Wasser zu atmen, habe ihn überrascht, allerdings auch, wie stark ihn diese Flasche Richtung Boden gedrückt habe. Er kann sich gut vorstellen, Tauchen später als Hobby zu betreiben. Beruflich hingegen verfolge er andere Pläne, wolle Tischler werden.

DLRG-Eigenwerbung

Nun ging es der DLRG im Freibad allerdings zunächst einmal auch gar nicht darum, gleich Berufstaucher zu gewinnen, wie Michael Thomas, einer der Ausbilder, erklärte. Viel mehr habe es sich um ein wenig Eigenwerbung gehandelt. Die DLRG hofft auf Nachwuchs – der sich ehrenamtlich bei den Rettungsschwimmern einbringen möge.

Taucher retten Leben

Derzeit besteht die DLRG-Tauchergruppe in Ganderkesee aus fünf ausgebildeten Tauchern sowie drei Anwärtern. Um aber überhaupt bei den Rettungsschwimmern einen Taucherschein machen zu können, müssten die Interessenten zunächst ihrerseits Rettungsschwimmer werden, so Thomas – anders als etwa im Urlaub am Roten Meer. Denn eine adäquate, nicht kommerziell betriebene Ausbildung sei der DLRG wichtig, gelte es doch, Leben zu retten und im Katastrophenschutz den Mann oder die Frau zu stehen.

Druck steigt mit der Tiefe

Für die neun Jungen und das eine Mädchen, die am Samstag im Freibad Ganderkesee an dem Schnupperkurs teilnahmen, ist das alles noch Zukunftsmusik. Sie mussten sich nach einer kurzen Einführung durch die Taucher zunächst einmal darauf konzentrieren, trotz der ungewohnten Atemmaske gleichmäßig ein- und auszuatmen. Denn dies, so Taucherin Isabel Ridder von der DLRG, bereite vielen anfangs zunächst Probleme. Auch lernten die Kinder im Freibad, durch das Zudrücken der Nase und Pressen von Innen ab einer Tiefe von 1,50 Metern dem Wasserdruck fachgerecht zu begegnen – und so die Trommelfelle zu schützen.