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Tempo 30 für Kirchstraße in Hude Raser gefährlich für Fußgänger beim Kloster in Hude

Von Alexander Schnackenburg | 15.10.2015, 15:29 Uhr

Anwohner klagen über Raser auf der Kirchstraße in Beim FDP-Termin zwischen Klosterruine und Kirche tauchen gleich flotte Flitzer auf.

Präzise gezählt habe noch niemand die Passanten, es seien aber allemal viele: Kinder, Jugendliche, noch mehr aber Senioren, sagt Marlies Pape. Die Fraktionsvorsitzende der FDP in Hude hat deshalb in dieser Woche zum Ortstermin an der Ecke Kirchstraße/Von-Witzleben-Allee geladen. Wer von der Kirche zur Klosterruine gelangen will, muss dort die Kirchstraße passieren. Und das, so Pape, sei gefährlich.

Zebrastreifen soll helfen

Die FDP und Anwohner wünschen sich an dieser Stelle einen Zebrastreifen. Zumindest solle auf der Kirchstraße vom Kulturhof bis zum Ortsausgang Tempo 30 als Höchstgeschwindigkeit gelten.

Um den Gemeinderat sowie die Bürger von der Notwendigkeit dieser verkehrsberuhigenden Maßnahmen zu überzeugen, empfahlen Pape sowie Ernst-August Bode, Fraktionsvorsitzender der FDP im Kreistag, den rund zehn Gästen beim Ortstermin den Blick auf die Kurve, in welche die Kirchstraße unmittelbar in eine überörtliche Straße mit Tempo 70 übergeht. Tatsächlich jagten prompt nicht wenige Autos um die Ecke.

Zahlreiche Passanten

„Stellen Sie sich vor, Sie müssten diese Straße mit einem Rollator überqueren“, so Pape. Täglich gebe es einen erheblichen Publikumsverkehr von der Kirche einerseits zur Klosterruine andererseits. Rund 100 Führungen gebe es in diesem kulturhistorisch interessanten Bereich jährlich, von den vielen Gästen der Klosterschänke gar nicht zu sprechen.

Lärm und gefährliche Kurve

Greta von Witzleben, Eigentümerin des Huder Guts, verwies zudem auf die Lärmbelästigung, der Kirchgänger ausgesetzt seien. Sie habe schon Bestattungen auf dem Friedhof hinter der Kirche erlebt, bei denen die Trauergäste den Pastor wegen des Verkehrslärms nicht hätten verstehen können. Auch, so von Witzleben, sei die enge Kurve, die in die Kirchstraße führe, brandgefährlich. Es habe dort in den letzten Jahren mehrere Unfälle gegeben. Ein Motorradfahrer sei dabei sogar ums Leben gekommen.

Ernst-August Bode dämpfte derweil allzu hohe Erwartungen an die Politik: „Wir als Politik können hier nicht viel machen. Das ist ein reiner Verwaltungsakt.“ Nur die Gemeinde Hude und der Landkreis Oldenburg könnten die Situation entschärfen.