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Teure Region in Niedersachsen Hauspreise steigen im Landkreis Oldenburg um 17 Prozent

Von Thomas Deeken, Thomas Deeken | 21.11.2017, 21:29 Uhr

Landkreis Oldenburg/Delmenhorst. Die Preise für gebrauchte Reihenhäuser und Doppelhaushälften sind in den vergangenen drei Jahren im Landkreis Oldenburg und in Delmenhorst stark gestiegen. Das geht aus einer Mitteilung der Norddeutschen Landesbausparkasse (LBS Nord) nach einer Auswertung von Verkaufsangeboten in den niedersächsischen Tageszeitungen und Online-Portalen hervor. Im Landkreis gab es eine Zunahme von 17 Prozent pro Jahr, in Delmenhorst von elf Prozent.

Damit fiel die Preissteigerung im Kreis Oldenburg in Niedersachsen mit am höchsten aus. Nur im Landkreis Wolfenbüttel gingen die Preise pro Jahr noch um ein weiteres Prozent in die Höhe. Auf den nächsten Plätzen folgen die Landkreise Göttingen und Vechta mit jeweils 15 Prozent Steigerung pro Jahr.

Mittlerer Wert von 270.000 Euro

Nach LBS-Angaben wurde für den Landkreis Oldenburg ein mittlerer Standardpreis in Höhe von 270.000 Euro pro Immobilie bei durchschnittlicher Wohnfläche von 166 Quadratmetern ermittelt. Umgerechnet bedeutet dieser Wert das 5,7-Fache eines mittleren Jahresnettoeinkommens. Die Bandbreite bei den Preisen beträgt zwischen 197.750 und 334.000 Euro. Für Delmenhorst gibt es einen Standardpreis von 185.000 Euro (Wohnfläche im Schnitt: 127 Quadratmeter, das 4,5-Fache eines Durchschnittseinkommens). Angeboten wurden Häuser zwischen 152.000 und 228.250 Euro.

Preise in Braunschweig am höchsten

Die höchsten Standardpreise für Häuser in platzsparender Bauweise wurden in Braunschweig verlangt. Dort entspricht der Standardpreis von 320.000 Euro für ein Reihenhaus oder eine Doppelhaushälfte aus dem Bestand etwa achteinhalb Jahresnettoeinkommen eines durchschnittlichen Haushalts. Die Spitzenpreise für Gebrauchthäuser lagen noch deutlich höher: Im oberen Preissegment wurden für ein Viertel aller Objekte mindestens 397.500 Euro verlangt.

Platz zwei belegt Hannover

Platz zwei belegt die Stadt Hannover. Gebrauchte Reihenhäuser und Doppelhaushälften wurden dort zu einem Standardpreis von 300.000 Euro angeboten. Das entspricht umgerechnet rund sieben örtlichen Haushaltsnettoeinkommen. In der Landeshauptstadt gab es zudem die höchsten Spitzenpreise: Ein Viertel aller angebotenen Objekte kostete mindestens 495.000 Euro.