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Thema Beratungserzieherinnen Hude aus Netzwerk der Elternhilfe gerissen

Meinung – Reiner Haase | 27.01.2015, 20:12 Uhr

Der Huder Bürgermeister Holger Lebedinzew, noch jung im Amt, hat im Sozialausschuss mit einem klaren Nein zur Alleinfinanzierung der Beratungserzieherinnen durch die Gemeinde ein Zeichen gesetzt: Mit ihm ist nicht alles zu machen, nur weil es für gut befunden wird.

Der Huder Bürgermeister Holger Lebedinzew, noch jung im Amt, hat im Sozialausschuss mit einem klaren Nein zur Alleinfinanzierung der Beratungserzieherinnen durch die Gemeinde ein Zeichen gesetzt: Mit ihm ist nicht alles zu machen, nur weil es für gut befunden wird. Er zeigt frühzeitig an, dass er die Selbstverpflichtung der Gemeinde zum Schuldenabbau ernst nimmt.

Gleichwohl bleibt die Frage, ob das Zeichen an der richtigen Stelle gesetzt ist. Aus dem Alltag der Beratungserzieherinnen wird sehr glaubhaft berichtet, dass das Fünf-Stunden-Budget pro Woche für das niederschwellige Angebot wirkungsvoll ausgeschöpft wird für Eltern, die ihre Kinder ohne Hilfe von außen nicht bestmöglich fördern können. Natürlich kann jede Erzieherin Tipps geben, vielleicht kennt auch jede Leiterin Angebote und Einrichtungen, die tiefergehenden Rat geben können. Die Qualität der Einbindung der geschulten Fachkräfte in die Beratungsnetze wird aber wohl kaum erreicht. Aus diesem Netzwerk sind die Huder zumindest vorläufig herausgerissen.