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Thema: Chemieunfall Schmalriede Eine Umsiedlung mit Bedacht anstreben

Meinung – Thorsten Konkel | 03.04.2015, 20:00 Uhr

Die neu entbrannte Standort-Diskussion nach dem Chemieunfall mit 16 Verletzten im Unternehmen Schmalriede-Zink kommentiert dk-Redakteur Thorsten Konkel.

Nein! Politisches Kapital aus Unglücken zu schlagen wäre unredlich. Das gilt auch für den Unfall, bei dem 16 Menschen teils schwer durch Chlorgas verletzt worden sind. Aber hören die Ängste der Anwohner im Umkreis des Betriebes vor Emissionen oder fatalen Störfällen auf, wenn die Politik schweigt? Sicher nicht. Eine Diskussion um einen geeigneteren Standort anzustrengen ist legitim. Aber Fakten müssen auf den Tisch – und Geld. Für die Fakten sorgt die Gewerbeaufsicht, noch sind die Ermittlungen nicht abgeschlossen. Politik, Verwaltung und an erster Stelle der Unternehmer selbst müssen an den Tisch, um nach einer Lösung zu suchen. Dass Thomas Schmalriede durchaus zum Umzug bereit wäre, hat er betont. Dann aber bitte nicht als „Rausschmiss“, sondern als Chance – für die Bürger, die Ortsentwicklung, den Unternehmer und vor allem für den Erhalt von 120 Arbeitsplätzen vor Ort.