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Thorsten Busch ist Entertainmentmananger Ganderkeseer entdeckt als Kreuzfahrtoffizier die Welt

Von Antje Cznottka | 21.08.2015, 19:03 Uhr

Der Ganderkeseer Thorsten Busch arbeitet seit Februar 2015 auf Kreuzfahrtschiffen. Dabei lernt er die Welt anders kennen.

Seit Februar ist Thorsten Busch als Entertainmentmanager auf Kreuzfahrtschiffen von TUI Cruises unterwegs gewesen. „Ich bin verantwortlich für alles, was an Unterhaltung auf dem Schiff läuft“, umreißt Busch. Auch während seines Landurlaubs hat Busch die Beine nicht hochgelegt. Der umtriebige Ganderkeseer legte beim Stoppelmarkt in Vechta als DJ auf.

Ganderkeseer Thorsten Busch hatte die Neugier gepackt

Busch hatte per Zufall vom Jobangebot auf Schiffen der „Mein Schiff“-Flotte von TUI Cruises erfahren. „Ein Freund hat sich als Sicherheitsoffizier beworben und mir davon erzählt“, berichtet er. Busch habe sich daraufhin selbst per Mail beworben und sei nach nur einer halben Stunde zum Vorstellungsgespräch in Berlin eingeladen worden. Schnell war klar, er würde auf „Mein Schiff 2“ als Hoteloffizier arbeiten. Zu verdanken hat Busch das seiner langjährigen Erfahrung im Veranstaltungswesen und seiner zwölfjährigen Offizierslaufbahn bei der Bundeswehr. „Ich kannte die Hierarchie “, erklärt Busch.

Zu diesem Zeitpunkt habe er aber noch beim Bildungswerk der Niedersächsischen Wirtschaft gearbeitet. „Ich war nicht ausgelastet, wollte etwas Neues ausprobieren; mich hatte die Neugier gepackt“, blickt Busch zurück.

Thorsten Busch reist seit Februar 2015 mit der „Mein Schiff“-Flotte von TUI Cruises um die Welt

Seit seinem Dienstantritt Anfang Februar ist Buschs Entdeckergeist mehr als befriedigt worden. Der Ganderkeseer war im Persischen Golf, im östlichen und westlichen Mittelmeer, sowie im Baltischen Meer unterwegs und hat dabei Dubai, Abu Dhabi, den Oman, Bahrain, Istanbul, Rhodos, Malta, Athen, Antalya, Barcelona, Monaco, Pisa, Rom, Mallorca und weitere Städte und Länder besucht. „In den ersten paar Wochen war ich aber fast nur an Bord, weil es so viel zu lernen gab“, erzählt Busch.

Der Entertainmentmanager ist Herr über Bühnen und Shows

Immerhin ist Busch als Entertainmentmanager Herr über die Bars, das Theater, den Konzertsaal und andere Bühnen auf dem Schiff, die bis zu 1000 Gäste fassen. „Ich plane, welche Shows, auf welchen Bühnen, an welchen Tagen gespielt werden“, berichtet Busch. Dazu muss er auch einen Überblick über die Besetzung der einzelnen Stücke haben. „Musiker, Schauspieler, Tänzer, Techniker und Artisten können nicht an zwei Orten gleichzeitig sein“, gibt Busch zu bedenken. Auch kurzfristig müsse er das Programm anpassen, wenn Wetter oder Seegang beispielsweise keine Veranstaltungen unter freiem Himmel zuließen.

Glänzende Passagieraugen sind größter Lohn für Thorsten Busch

55 Menschen seien ihm unterstellt, auf deren Wohlergehen er achten müsse. „Sicherheitsunterweisungen gehören für mich genauso zum Wochenplan, wie Qualitätskontrollen bei Proben und Aufführungen sowie gemeinsame Essen“, berichtet Busch. Daneben zählten repräsentative Aufgaben und der Kontakt zu den Passagieren zu seinem Tagesgeschäft. „Einer der schönsten Aspekte sind die strahlenden Gesicht der Passagiere, wenn ihnen das Programm gefallen hat“, erzählt Busch.

Familienbande zwischen Crew-Mitgliedern entstehen auf Kreuzfahrtschiffen

Auf den kleineren Schiffen der Flotte reisten rund 600 Angestellte und 1800 Gäste mit; etwa 1000 Angestellte und 2700 Passagiere auf den größeren Schiffe – so auch auf „Mein Schiff 4“, das Busch am Samstag, 22. August 2015, besteigt und zur nächsten viermonatigen Tour aufbricht.

Auf Kreuzfahrtschiffen Leben fast 40 Nationalitäten friedlich zusammen

Die Gäste verließen die Kreuzfahrtschiffe in der Regel nach zehn Tagen, die Mannschaft bliebe einige Monate – lange genug, um eine Art „Familienband“ entstehen zu lassen. „Wenn die Crew wechselt, fließen schon mal Tränen“, erzählt Busch. Das Zusammenleben auf dem Schiff beweist laut Busch auch, „dass man verschiedene Nationalitäten und Glaubensrichtungen friedlich nebeneinander pflegen kann“. Immerhin fanden sich auf der „Mein Schiff 2“, die Busch von Februar bis Anfang Juli bewohnte, knapp 40 verschiedene Nationalitäten.

Thorsten Busch hat ein Rezept gegen Heimweh auf Kreuzfahrtschiffen

Die internationale Besatzung verständige sich auf dem Schiff auf Englisch. „Mit den Gästen sprechen wir deutsch“, berichtet Busch. Trotzdem habe er viel Fachvokabular zur Seefahrt und Sicherheitsbestimmungen lernen müssen. In der Einarbeitungszeit habe er bis zu 18 Stunden gearbeitet und gelernt, wie wichtig Landgänge seien, um kein Heimweh zu bekommen.