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THW-Neubauverzögert sich Mehr Wohnraum für Bookholzberg

Von Marie Busse | 19.09.2018, 09:30 Uhr

Die Bagger sind angerollt. Zwei Mehrfamilienhäuser entstehen sehr bald in Doch beim THW stockt es. Ein langes Genehmigungsverfahren behindert den Bau des neuen Dienstgebäudes.

Ursprünglich sollte in knapp zwei Jahren das neue Gebäude des Technischen Hilfswerks (THW) Hude-Bookholzberg an der Harmenhauser Straße stehen. Doch dieser Zeitplan hat sich nun als zu optimistisch erwiesen. „Wir warten noch auf die Genehmigung aus dem Niedersächsichen Umweltministerium, um mit dem Bau zu starten“, teilte Claudia Sandmann vom Staatlichen Baumanagement Weser-Ems gestern auf dk-Nachfrage mit. Sie räumte ein: „Wir sind davon ausgegangen, dass das Verfahren schneller geht.“

Während an der Harmenhauser Straße somit Stillstand herrscht, rollen andernorts in Bookholzberg längst die Baumaschinen. Durch das ehemalige Autohaus an der Stedinger Straße frisst sich Stück für Stück ein Abrissbagger.

Im Ortskern entstehen zwei Wohnhäuser

Dort entsteht Wohnraum: Die Eigentümer Thomas Kläner und Ludwig Logemann planen zwei Mehrfamilienhäuser. „Die Gebäude sind jeweils für acht Parteien“, sagte Kläner. In einem der Häuser seien zudem zwei gewerbliche Flächen vorgesehen.

Schon im August kommenden Jahres sollen die Gebäude stehen, plant Kläner. Los geht es mit dem Bau laut Eigentümer schon in einem Monat.

So bald loslegen würde man beim THW sicher auch gerne. Noch im April dieses Jahres hatte Klaus Wieting, Bauamtsleiter des Staatlichen Baumanagements, anlässlich des ersten Spatenstichs gesagt: „Für Ende des ersten Quartals 2020 ist die Fertigstellung des gesamten Projektes vorgesehen.“ Nun hofft die Behörde, dass die erforderliche Genehmigung zumindest noch in dieser Woche kommt.

Beim THW stockt es

Das Gebäude wird von der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben errichtet, und das THW ist anschließend Mieter. Doch auch nach der Genehmigung kann es nicht sofort losgehen: Das Staatliche Baumanagement muss sich mit dem THW über die Zufahrt zum Gelände abstimmen und die Baufirmen informieren. Wann die Arbeiten auf der Baustelle genau beginnen, bleibt unklar. „Das hängt auch noch vom Wetter ab“, sagte Sandmann.

Geplant ist der Neubau in zwei Schritten: Zunächst wird laut THW die alte Fahrzeughalle abgerissen, um auf der freigewordenen Fläche und dem benachbarten Grün ein neues, 25 mal zwölf Meter großes Unterkunftsgebäude zu errichten. Küche plus Vorratsraum, Werkstatt, Duschen, Umkleiden und Unterrichtsräume sowie ein Raum für Jugendliche werden dann dort untergebracht.

Nach dem Umzug aus dem alten Gebäude folgt der Abriss der alten Unterkunft und des zweiten Teils der Fahrzeughalle. Im April 2019 sollte dieser Bauabschnitt ursprünglich fertiggestellt werden. An der Stelle entsteht dann eine neue Halle, ebenfalls 25 mal zwölf Meter, die den Fuhrpark des THW-Ortsverbandes mit zehn Fahrzeugen einschließlich Anhänger beherbergt.

Kosten bleiben bei 1,85 Millionen

Zwischen den beiden Gebäudeteilen wird ein Materiallager gebaut.

Im Zuge der Genehmigung hat sich auch die Planung verändert: Der gesamte Gebäudekomplex wird um etwa drei Meter nach hinten, in Richtung Bahnschienen, verlegt. So soll die Sicht der Verkehrsteilnehmer beim Überqueren der Straße „Zur Rampe“ erhalten werden, teilte Britta Kindler vom THW-Landesverband Bremen mit. An den Kosten ändert sich laut Landesverband nichts – sie liegen weiterhin bei 1,85 Millionen Euro.