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THW-Wettkampf in Bookholzberg THW befreit „blauen Jörg“ in drei Minuten

Von Reiner Haase, Reiner Haase | 30.06.2017, 22:07 Uhr

Gute Laune vor, während und trotz kleiner Pannen auch nach dem Wettkampf: Das THW ist in Bookholzberg vor viel Publikum in ein gutes Licht gerückt worden.

Das Technische Hilfswerk Hude-Bookholzberg hat im Fernwettkampf mit drei weiteren THW-Ortsverbänden vorgelegt – und der Konkurrenz Chancen eröffnet: Als das Signalhorn des Einsatzfahrzeugs ertönt und der Schiedsrichter der Rettungsübung die Stoppuhr drückt, sind zwei Minuten und 51 Sekunden verstrichen. „Im Training war die Gruppe schon mal eine Minute schneller“, kommentierte gestern Reporter Jens Schnieders live fürs Vorabendprogramm des Fernsehsenders Sat 1.

Lampenfieber und Technik-Problem

Beim Auftritt vorm Millionen-Publikum vielleicht ein bisschen Lampenfieber beim Kuppeln der Druckluftleitung, ein kleines, aber möglicherweise ausschlaggebendes technisches Problem mit dem Kompressor: Die Aussicht ist nicht rosig, dass der ausgesetzte 2000-Euro-Gutschein im THW-Stützpunkt in Bookholzberg landet und nicht in Lohne, Hann. Münden oder Lüchow-Dannenberg. Zugführer Thorsten Petri gibt sich dennoch optimistisch: „Erst mal sehen, was die anderen machen.“ Seinen Wettkämpfern Jascha Seeberger, Melissa Pulß, Marc Striewe und Anna Kohlhorst aus der THW-Jugend sowie Arne Wiechmann, Andy Bädeker, Imke Schreiber und Claus Nemitz von den Erwachsenen dankte Petri allemal.Begeistertes Publikum

Der Erklärung Bädekers, der Kompressor habe gemuckt, weil zwischen dem Warmlaufen und dem Start des Wettbewerbs zu viel Zeit vergangen sei, hätte es aus Petris Sicht gar nicht bedurft, denn das THW Hude-Bookholzberg hat den Verband und die Gemeinden Ganderkesee und Hude in ein gutes Licht gerückt. Hunderte Zuschauer feuerten die Wettkämpfer an beim Durchtrennen eines Rohrs, dem Aufbau der Druckluftleitung fürs Anheben der Steinplatte, die Bergung des „blauen Jörg“ und seinen Transport durch ein flugs in Holz geschnittenes Loch zum THW-Fahrzeug. Bürgermeisterin Alice Gerken fieberte mit, ihre Stellvertreterin Christel Zießler, der Ratsvorsitzende Gerd Brand, der Huder CDU-Vorsitzende Dirk Vorlauf und die SPD-Bundestagsabgeordnete Susanne Mittag ebenfalls. Auffällig viele Zuschauer trugen Feuerwehr- oder DRK-Kleidung.Supermarkt mit Strom versorgt

Die Bürgermeisterin hatte dem Sat-1-Team schon in den Tagen vor der Live-Sendung die interessanten Seiten ihrer Gemeinde gezeigt. Das THW hat beispielhaft demonstriert, was es im Ernstfall leisten kann: Dem Supermarkt in Schierbrok war für 24 Stunden der Strom abgedreht worden, und der THW-Stromgenerator hatte die Versorgungslücke geschlossen.Neubau in Planung

Bedeutsamer als Patzer der Wettkampf-Konkurrenz ist für das THW Hude-Bookholzberg grünes Licht aus Berlin für Investitionen. Ein Neubau mit Sozialräumen soll der erste Schritt sein, die Erneuerung der Fahrzeughalle der zweite.