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Tierischer Besuch im Wichernstift Minischwein Bolle besucht Ganderkeseer Senioren

Von Sonia Voigt | 20.01.2015, 19:17 Uhr

Mit Tanztees, Konzerten und hin und wieder auch mit vierbeinigen Besuchern bietet die Altenhilfe im Wichernstift Abwechslung in ihren Alltag. Mieter und Bewohner nutzen die Angebote.

Für Apfelstückchen tut Bolle nicht alles, aber vieles –durch einen Ring springen will es nicht, aber das Wiesenauer Minischwein stupst bereitwillig einen Ball an oder beschnuppert die Zuhörerschar beim Vortrag in der Altenhilfe Wichernstift. Mit ihrer Besitzerin Helga Mestemacher ist die Minisau – denn hinter Bolle verbirgt sich in diesem Fall ein Mädchen – aus Bad Essen angereist, um gut 50 Bewohnern und Mietern des Wichernstifts anschauliche Unterhaltung zu bieten.

„Wir versuchen, unseren Senioren neben dem alltäglichen Beschäftigungsprogramm zwei Mal im Monat etwas Besonderes zu bieten“, erklärt Heimleiter Friedrich Mohn. Oft seien dies Konzerte oder der regelmäßig angebotene Tanztee, da die Musik auch demenzkranke Menschen gut erreiche. „Aber so ein anschaulicher Vortrag mit vielen Bildern und etwas zum Anfassen kommt auch gut an“, weiß Mohn.

Der 2014 verstorbene Kurt Kappel hatte die Tiervorträge mit langsam laufenden Bildern im Wichernstift etabliert, Helga Mestemacher arbeitete mit ihm zusammen und war gestern erstmals in Elmeloh zu Gast. „Was verbinden Sie mit Schweinen?“, fragte sie die Zuhörer und bekam Antworten von „Schnitzel“ bis zu „altes Ferkel“. Informativ berichtete sie darüber, wie ihr Minischwein sich durch Suhlen abkühlt und wie gut es riechen kann. Doch das größte Interesse galt nicht ihr – Bolle war eindeutig der Star des Nachmittags.