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Tour der Hoffnung 2016 Gienger startet in Ganderkesee für Benefiz-Sprung

Von Reiner Haase, Reiner Haase | 12.08.2016, 19:09 Uhr

Ex-Weltklasseturner Eberhard Gienger und der beste deutsche Fallschirmspringer Klaus Renz unterstützen von Ganderkesee aus die Tour der Hoffnung. Das Benefiz gilt krebskranken Kindern.

„Die Hälfte seines Lebens wartet der Springer vergebens“, reimt Eberhard Gienger und zurrt den Gurt nach, der den Fallschirm auf seinem Rücken festhält. Der ehemalige Weltklasse-Turner, heute Bundestagsabgeordneter der CDU, will mit Klaus Renz, dem Deutschen Meister im Fallschirmsprung, auf dem Flugplatz in Ganderkesee starten und aus luftiger Höhe zu den 200 Radlern stoßen, die in diesen Tagen in Nordwestdeutschland für die „Tour der Hoffnung“ zugunsten krebskranker Kinder in die Pedale treten. „Die Wolken hängen zu tief“, stellt Gienger fest und zeigt auf den zurzeit doppelten Fernsehturm in Steinkimmen: Das obere Drittel verschwindet im Dunst. „Wir brauchen mindestens 800 Meter Sicht unter den Wolken“, erklärt Gienger.

Prominenz tritt in die Pedale

Die Fallschirmspringer wollen die Aufmerksamkeit für die „Tour der Hoffnung“ steigern, die laut Gienger aktuell vor allem das „Rooming in“ fördert: Schlafplätze für Eltern in Kliniken, in denen der Krebs der Kinder bekämpft wird. Die Radler, unter ihnen in diesem Jahr Henry Maske, Ellen Tittel, Klaus-Peter Thaler und Petra Behle als Schirmherrin, sogar die schwangere Magdalena Neuner „in für sie ganz ungewohnt mäßigem Tempo“, wie Gienger schmunzelnd anfügt, steuern mit lokaler Prominenz markante Ziele an. Die Springer stoßen an den Etappenzielen von oben dazu. „Im letzten Jahr sind 1,5 Millionen Euro zusammengekommen“, erinnert Gienger.

Wetter muss mitspielen

Das Wetter muss jedenfalls mitspielen. Am Donnerstag, 11. August, hat es mit der Landung beim Kindergarten Karkbäk in Dötlingen geklappt. Am Freitag, 12. August, ist ein Flug Richtung Osterholz-Scharmbeck von vornherein gestrichen worden, und über dem Gestüt Sosath in Lemwerder war keine Wolkenlücke zu finden. Mittags stand ein dickes Fragezeichen hinter den Flügen Richtung Hof Harms in Elsfleth und Mode W in Bardenfleth. Es blieb dann noch die Hoffnung, dass es wenigstens am Abend mit einem Sprung auf den Marktplatz in Jever klappt.