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Tourismus und Freizeit in Ganderkesee Wolkenbruch kommt für Fest am Falkensteinsee zur Unzeit

Von A. Schnackenburg | 26.06.2016, 16:01 Uhr

Das Familienfest am Falkensteinsee ist am Sonnabend zu erheblichen Teilen wortwörtlich ins Wasser gefallen. Die feiernden Kinder hatten umso größeren Spaß.

Die Spielregeln ließen sich unter den gegebenen Umständen kaum aufrecht erhalten. Beim Familienfest am Falkensteinsee schossen die Kinder am Samstag mehr oder weniger beliebig oft mit der kleinen Armbrust auf den papiernen Greifvogel, statt sich lange anzustellen und nach nur drei Schüssen die Armbrust abzugeben – jene Kinder, die zugegen waren. Denn aufgrund des strömenden Regens am Morgen beschränkte sich der Kreis der Partygäste auf die Jungen und Mädchen, die ohnehin am Falkensteinsee campten.

„Fest der nassen Füße“

„Das war ein Fest der nassen Füße“, fasst Rieke Meiners die Veranstaltung bündig zusammen. Ihr Partner Rik Geiger, Besitzer des Sees und Veranstalter der Party in Personalunion, machte keinen Hehl daraus, dass er sich dieses Familienfest am „Bundesweiten Tag des Campings“ anders vorgestellt hatte. Im Vorjahr seien zu diesem Fest etwa 700 Besucher gekommen. Dieses Mal habe er erst mit seiner Familie mühsam zehn Zelte aufgebaut, dann, gegen 7.30 Uhr und im strömenden Regen, habe er diese Zelte wieder abgebaut. Wegen des Wolkenbruchs sah sich Geiger außerdem gezwungen, Rinnen für das Regenwasser zu ziehen. Das Programm des Tages wurde erheblich zusammengestrichen und im Wesentlichen in das Europameisterschafts-Zelt am See verlegt, dessen Holzplanken den Kindern immerhin einen soliden Stand gewährleisteten.

Großartige Stimmung unter feiernden Kindern

Dort allerdings herrschte eine großartige Stimmung. „Einfach toll!“, schwärmte etwa Finn, der seinen zehnten Geburtstag feierte. Während er sich zusammen mit Jungen seines Alters auf das Schießen mit der Armbrust und auf das Dosen-Werfen konzentrierte, ließen sich kleinere Kinder wie die dreijährige Amelie beim Kinderschminken Schmetterlinge ins Gesicht zaubern. Darüber hinaus hatte Geiger ein kleines Preisausschreiben sowie einen Ballon-Wettflug ausgelobt mit einer Tages-Kindergeburtstagsfeier für bis zu 15 Personen inklusive Minigolfkarten als erstem Preis. Wessen Ballon auch immer am weitesten fliegen wird – der Sieger dürfte auf besseres Wetter hoffen als beim Abflug seines Ballons. Für die feiernden Kinder war das Fest allemal ein Gewinn: „Statt eines Preises haben die Kinder vier oder fünf gewonnen“, sagt Mitveranstalterin Meiners.