Ein Angebot der NOZ
Ein Artikel der Redaktion

Treffen im Kreishaus Wildeshausen Kreis und DRK schließen nach Abrechnungsbetrug Frieden

Von Thomas Deeken | 04.10.2018, 21:17 Uhr

Die Kreisverwaltung des Landkreises und das DRK wollen nach dem Abrechnungsbetrug im Rettungsdienst wieder zusammenarbeiten. Nach einem Treffen im Wildeshauser Kreishaus sei der jahrelange Streit beigelegt worden, hieß es am Donnerstag.

Der Streit wegen der fehlerhaften Abrechnung im Rettungsdienst sei beigelegt. Jetzt gehe es darum, zu einer neuen Form der Kooperation zu gelangen. Das hat Landkreissprecher Oliver Galeotti nach einem Treffen der Spitzen des Kreisverbandes des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) Oldenburg-Land und der Kreisverwaltung des Landkreises Oldenburg in Wildeshausen betont. Durch dieses Gespräch sei es zu „einem einvernehmlichen Neuanfang gekommen“.

Andere Dienstleister beauftragt

Zur Erinnerung: Der Landkreis Oldenburg hatte nach Bekanntwerden der Unregelmäßigkeiten bei der Rettungsdienst-Abrechnung im Jahr 2015 als Träger des Dienstes den langjährigen Auftrag mit dem DRK wegen Betrugs gekündigt. In der Folge wurden andere Träger für diese Dienstleistung gefunden: die Malteser in Ganderkesee und die Johanniter in Hude.

Keine Details bei finanziellem Vergleich

Kreis und DRK sind sich laut Galeotti Anfang dieser Woche bei einem Treffen im Kreishaus einig gewesen, dass es „nunmehr und in der Zukunft maßgeblich darum gehen muss, die bestehenden Aufgabengebiete des DRK im Landkreis Oldenburg zum Wohle der Bürgerinnen und Bürger zu unterstützen“. Zuvor hätten sich beide Seiten über einen finanziellen Vergleich darüber geeinigt, wie der Schaden, der durch die fehlerhaften Abrechnungen entstanden ist, beim Landkreis Oldenburg ausgeglichen werden soll. Details nannten weder Galeotti noch Ulrich Gamharter, Vorsitzender des Kreisverbands.

Gamharter: Mit SEG in Ganderkesee und Hude

„Wir bleiben mit der Schnellen Einsatzgruppe in Ganderkesee und Hude und mit dem Katastrophenschutz im Landkreis und machen verstärkt weiter“, bekräftigte Gamharter auf dk-Nachfrage. Alles andere werde sich mit der Zeit ergeben. Darüber hinaus werde er keine Einzelheiten über finanzielle Absprachen mitteilen.

Motivation für ehrenamtlich Tätige

„Entscheidend ist, dass vor allem die ehrenamtlich Tätigen vor Ort unbelastet und motiviert ihre gute und wertvolle Arbeit zu Gunsten der Bürgerinnen und Bürger verrichten können“, betonte Landrat Carsten Harings. Gamharter ergänzte: „Auch wir begrüßen diesen Neuanfang, der es uns als DRK ermöglicht, uns mit voller Kraft dem breiten Aufgabenspektrum des Kreisverbandes zu widmen“.