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Tricks bei Leiharbeit bekämpfen SPD-Bundestagsabgeordnete debattieren in Bookholzberg

Von Yannick Richter, Yannick Richter | 04.11.2016, 07:57 Uhr

Die SPD-Bundestagsabgeordneten Susanne Mittag und Gabriele Lösekrug-Möller haben am Donnerstag in Bookholzberg über arbeitspolitische Themen diskutiert. Sie fordern, den Missbrauch von Leiharbeit zu bekämpfen.

Auf Einladung von Susanne Mittag, SPD-Bundestagsabgeordnete des Wahlkreises Delmenhorst – Wesermarsch – Oldenburg Land, war die SPD-Bundestagsabgeordnete und Parlamentarische Staatssekretärin im Bundesarbeitsministerium, Gabriele Lösekrug-Möller, am Donnerstagabend wegen einer Diskussionsveranstaltung in der Gemeinde Ganderkesee zu Besuch. (Weiterlesen: SPD-Abgeordnete für klare Kante beim Brexit)

Bundespolitik statt Kommunalpolitik

Auf lokale Themen mussten die rund 50 Gäste – und überwiegend Parteifreunde – im Restaurant „Schwarzes Ross“ in Bookholzberg jedoch größtenteils verzichten. Im Fokus der Diskussion stand stattdessen die Arbeits- und Sozialpolitik der Großen Koalition.

SPD feiert Erfolge in Zusammenarbeit mit der CDU

„Wir haben viel erreicht und viel vorangebracht“, mit diesen Worten machte Lösekrug-Möller schon zu Beginn ihres Vortrags über die SPD-Erfolge in der Zusammenarbeit mit der CDU auf Bundesebene deutlich, dass dass die Sozialdemokraten in dieser Wahlperiode in der Arbeits- und Sozialpolitik viele ihrer Interessen durchgesetzt hätten. Auf die Fahnen schrieb sie sich dabei unter anderem die Mütterrente, die abschlagsfreie Altersrente ab 63 Jahren, eine bessere Erwerbsminderungsrente und auch die Einführung des gesetzlichen Mindestlohns.

Für die Zukunft fordert Lösekrug-Möller, dass der Missbrauch von Leiharbeit und Werkverträgen weiter bekämpft werden müsse.

Mittag fordert, Spaltung zwischen Generationen zu verhindern

Mittag warnte zudem davor, „eine Spaltung zwischen den Generationen“ herbeizuführen: „Der Generationenvertrag zählt. Wir dürfen Jung und Alt nicht gegeneinander ausspielen.“ Stattdessen seien langfristige Lösungen gefragt: „Wir planen nicht nur für die nächsten vier Jahre, sondern für mehrere Jahrzehnte.“