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Trio gibt Tipps im Internet Ganderkeseer Azubis betreiben Büro-Foodblog

Von Thomas Breuer | 11.02.2016, 07:31 Uhr

Jeden Tag mittags auswärts essen? Zu teuer, sagen drei Azubis aus dem Industriepark. Sie setzen auf die eigene Speisekarte und lernen täglich dazu.

„Man glaubt es nicht“, sagt Marcel Jabs, „aber Krustenbraten ist das ideale Büroessen.“ Soll heißen: Er ist – frühzeitig genug erhitzt – nicht aufwendig in der Zubereitung, kostet nicht die Welt und schmeckt. Kriterien, die nicht nur für Marcel Jabs (33) entscheidend sind, sondern auch für seine Azubi-Kollegen Marie Niemeyer (21) und Steffen Rackebrandt (27).

Als Bürogemeinschaft eng miteinander verbunden

Das Trio arbeitet in verschiedenen Firmen, die im Industriepark eine Bürogemeinschaft betreiben, deshalb nicht nur über die Arbeit, sondern auch über die Pausengestaltung miteinander verbunden sind. Einig sind sich die Azubis darin, dass auswärts essen auf die Dauer ihr Portemonnaie zu sehr strapaziert. Seit Monaten kochen sie deshalb während der einstündigen Mittagspause in der Küche der Firmen Der Hausinspektor, Air-Promotion und Vetter-Werbung. Und nicht nur das: Was auf den Tisch kommt, wird auf einem Vorzeigeteller arrangiert. Fotos, Rezepte und sonstige Anmerkungen dazu fließen wenig später in einen eigens kreierten Internetauftritt ein – und fertig ist die Anleitung für hungrige Werktätige in anderen Unternehmen.

Auch die Chefs lassen sich in der Küche sehen

Vom Essensduft lassen sich auch die Firmenchefs Jens Gause und Timo Vetter regelmäßig in die Küche locken. „Jens hilft mit, Timo macht Wursttoast“, zeigen sich die Azubis mit ihren Arbeitgebern auch in dieser Hinsicht recht zufrieden.

Die sehen das Ganze im Übrigen nicht nur unter dem Gesichtspunkt des Sattwerdens. Eines Tages hieß es: „Macht doch einfach einen Blog von unserem Mittagessen.“ Als angehende Kauffrau für Büromanagement hat Marie Niemeyer so Stück für Stück gelernt, eine Homepage aufzubauen und mit ansprechenden Inhalten zu garnieren .

Die Wurst ging als erster Beitrag online

Das erste „Gericht“, die Wurst aus dem Wursttoaster, ging Mitte September vergangenen Jahres online. „Seitdem“, sagt Marcel Jabs, „sind wir auf der Suche nach leckeren schnellen Rezepten, testen Fertigessen und starten Mottowochen.“ Dabei versuche man, sich relativ gesund zu ernähren: „Ein Alibisalat ist zumindest meistens mit dabei.“

Was gekauft und gekocht wird, besprechen alle Beteiligten vormittags beim Kaffee zwischendurch. Ziel ist, pro Person nicht mehr als drei Euro zu investieren. So wie für den Krustenbraten, dessen Reste am Donnerstag noch mal auf den Tisch kommen.