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Tunnel Vielstedter Straße Mehrheit verteidigt Tunnel für Fußgänger in Hude

Von Reiner Haase | 20.01.2015, 23:21 Uhr

Über 100 Huder haben sich den Stand der Planung für den Tunnel Vielstedter Straße erläutern lassen. Versuche, Straßen- und Tunnelplanung zu entkoppeln, wurden zurückgewiesen.

Die Pläne für den Umbau der Straßen im Bereich des Tunnels Vielstedter Straße und den Bau eines separaten Tunnels für Fußgänger und Radfahrer sind in Hude weiter strittig. Das ist in einer Informationsveranstaltung für die Bürger im Forum der Peter-Ustinov-Schule deutlich geworden. Beifallsbekundungen zeugten aber davon, dass die große Mehrheit weiterhin hinter dem Ziel steht, mehr Sicherheit für die schwächeren Verkehrsteilnehmer zu schaffen.

In mehreren Wortmeldungen, unter anderem von Andreas Otte, dem Vorsitzenden des Gewerbe- und Verkehrsvereins, wurde angeregt, die Planverfahren für die Umgestaltung der Kreuzung Vielstedter Straße/Burgstraße/Hohe Straße und für den Fußgänger- und Radfahrertunnel zu entkoppeln. Man könne in Erfahrung bringen, ob der Straßenumbau allein die Verkehrssituation in diesem Bereich ausreichend verbessert, so Otte und ähnlich auch andere Stimmen. Dem widersprachen mehrere Huder vehement, und die große Mehrheit klatschte, wenn betont wurde, dass der Aspekt Sicherheit für Radler und Fußgänger Vorrang hat.

Diese Überzeugung hatte schon der alte Bürgermeister Axel Jahnz geteilt, und sein Nachfolger Holger Lebedinzew stellt sie nicht in Frage: „Wir haben das Ergebnis einer Bürgerbefragung, und das müssen wir ernst nehmen. Wir können die Bürger nicht so oft befragen, bis wir ein Ergebnis haben, das uns gefällt“, so Lebedinzew. Silke Baehr von der Landesbehörde für Straßen und Verkehr und Dieter Hahn vom Landkreis Oldenburg betonten überdies, es sei fachlich und rechtlich nicht möglich und sinnvoll, ein Planverfahren in zwei Teile zu splitten, die sich aufeinander beziehen. Möglich sei höchstens, später beim Bau zwei Abschnitte zu bilden und nacheinander abzuarbeiten.

Baehr warf allerdings die Frage auf, ob es sinnvoll ist, zweimal Baustellen einzurichten. Immerhin geht es um eine Investition von über 1,3 Millionen Euro.