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Turnhalle eingerichtet Notunterkunft für Flüchtlinge in Ganderkesee ruckzuck fertig

Von Thomas Deeken | 16.08.2015, 14:37 Uhr

Rückzuck ist am Samstagvormittag, 15. August 2015, die Notunterkunft für Flüchtlinge in der Turnhalle am Habbrügger Weg in Ganderkesee eingerichtet worden. Knapp zwei Stunden benötigten Andreas Strodthoff, stellvertretender Vorsitzender des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) Ganderkesee, und ein Team von rund 20 DRK-Mitgliedern und anderen Helfern, um Feldbetten und Bauzäune mit Planen für zehn voneinander abgetrennte Wohnflächen aufzustellen.

Gedacht ist die Notunterkunft für die 38 albanischen Flüchtlinge, die – wie berichtet – am Donnerstag im Jugendhof Steinkimmen untergebracht worden sind. Dabei geht es um drei- bis fünfköpfige Familien mit zum Teil kleinen Kindern, die Dienstagmittag nach Ganderkesee kommen.

Vier Kinderbetten gespendet

Das DRK hat insgesamt vier Kinderbetten, die als Spenden im Rathaus abgegeben wurden, sowie 34 Feldbetten aufgestellt. Moderne sanitäre Einrichtungen wie Toiletten und Duschen sind vorhanden. Zusätzlich werden ein Wickeltisch und Windeleimer sowie ein spezieller Container für die Entsorgung von Müll und Essensresten aufgestellt.

Großes Zelt für die Essensausgabe

Draußen soll laut Gemeindesprecher Hauke Gruhn noch ein etwa 80 Quadratmeter großes Zelt mit Boden aufgebaut werden, das beheizbar ist. Dort können sich die Familien aufhalten. Außerdem soll dort das Essen ausgegeben werden. Das Mittagessen wird laut Gruhn vom DRK geliefert, Frühstück und Abendbrot kommen vom Wichernstift. Die Ausgabe erfolge durch ehrenamtliche Helfer, deren Zahl sich inzwischen auf mehr als 20 erhöht habe. Trotzdem seien weitere Ehrenamtliche willkommen, sagt Rainer Heinken, Fachdienstleiter Soziale Hilfen. Wer sich einbringen möchte, könne sich unter Telefon (04222) 44500 melden.

Infos über Homepage der Gemeinde

Besser sei es aber, über die Homepage www.ganderkesee.de zu gehen und unter dem Stichwort „Flüchtlingssituation“ ein Formular mit den wichtigsten Daten auszufüllen, sagt Heinken. Unter diesem Stichwort sind außerdem die Kontoverbindungen der insgesamt beteiligten Organisationen zu finden – für diejenigen, die die Flüchtlingsarbeit finanziell unterstützen möchten.

Flüchtlinge wollen sich aktiv mit einbringen

Laut Heinken gibt es bereits erste Reaktionen aus Steinkimmen. „Die Kinder sind froh und glücklich, dass sie spielen können. Und die Erwachsenen wollen sich aktiv mit einbringen“, zitierte der Fachdienstleiter Viasol-Geschäftsführerin Kerstin Lehmann vom Jugendhof.

In Ganderkesee werde sich unter anderem Stefanie Bennack um die Flüchtlinge kümmern. Außerdem werde das Jugendzentrum mit eingebunden. „Das Trend wird dadurch zum Jugend- und Familienzentrum“, sagt Heinken, der weiterhin auf der Suche nach geeignetem Wohnraum für Flüchtlinge ist. Denn zum Ende der Woche werden erneut 15 Personen in der Gemeinde erwartet – und danach weitere 30. Heinkens Kommentar zur derzeitigen Lage: „ Dank der Spenden und der ehrenamtlichen Helfer haben wir diese Notsituation halbwegs gut gelöst. Ich weiß aber nicht, was noch alles auf uns zukommt.“