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Überblick über Vermarktungsmodelle Ganderkeseer Verwaltung stellt Wege für Wohnbauland vor

Von Thorsten Konkel, Thorsten Konkel | 27.11.2017, 20:26 Uhr

Die Wohnbaulandentwicklung im Landkreis ist Tagesordnungspunkt des Ausschusses für Gemeindeentwicklung am Mittwoch, 29. November. Dann wird auch über landwirtschaftliche Expansion in Neuenlande gesprochen.

Es ist ein Thema, das unter den Nägeln brennt – die Wohnraumknappheit.

Bereitstellung von Grundstücken

Welche Wege die Kommunen im Kreis Oldenburg zur Bereitstellung von Grundstücken für neue Häuser und Wohnungen gehen, das will die Verwaltung der Ganderkeseer Politik und interessierten Bürgern morgen Abend in der öffentlichen Sitzung des Ausschusses für Gemeindeentwicklung, Mittwoch, 29. November, ab 18 Uhr im Sitzungssaal des Rathauses, vorstellen.

Flächennutzungspläne ändern

Neues Bauland schafft auch die Gemeinde Ganderkesee (dk berichtete), dazu müssen Flächennutzungspläne geändert werden. Auch dies ist Gegenstand der morgigen Sitzung.

Kreisweite Recherche vorgestellt

Den Auftrag zur kreisweiten Recherche in Bezug auf die Wohnbaulandausweisung hatte die SPD-Fraktion vor Monaten mit ihrem Antrag gegeben, die Verwaltung solle ermitteln, welche Gemeinden ihre Baugebiete selbst erschließen und wie das durchgeführt wird.

Die Experten der Verwaltung kommen nach ihrer telefonischen Recherche zu dem Schluss, dass vor allem in den Gemeinden, die in räumlicher Nähe zu den benachbarten Oberzentren Oldenburg und Bremen liegen, und in denen der Grundstücksmarkt deshalb stärker angespannt ist, eine Zusammenarbeit mit Dritten eine größere Bedeutung hat, als in den ländlicher strukturieren Kommunen.

Absage an Selbstvermarktung

Vor dem Hintergrund eines ebenfalls von der SPD gestellten Antrags auf die gemeindliche Selbstvermarktung von Wohnbauflächen rät die Verwaltung hiervon ab: „Eine von der Gemeinde selbst durchgeführte Bereitstellung, Erschließung und Vermarktung von Baugrundstücken ist mit hohen finanziellen Aufwendungen für Ankauf und Vorhaltung von Grundstücken verbunden“, schreiben die Experten in ihrer Sitzungsvorlage.

Außerdem erfordere das Vorgehen einen hohen Verwaltungsaufwand für die Abwicklung der Erschließungsmaßnahmen und vor allem für die Veräußerung der entstandenen Grundstücke, betonen sie.

Auch landwirtschaftliche Expansion Thema

Doch nicht nur der Wohnbau, auch die landwirtschaftliche Expansion ist morgen Thema im Ausschuss: Für einen Hof am Standort Zur Schiffstede in der Bauerschaft Neuenlande ist ein Bauantrag gestellt worden. Nun geht es ums Erteilen des Einvernehmens laut Baugesetzbuch.