Ein Angebot der NOZ
Ein Artikel der Redaktion

Umbauarbeiten voll im Plan Bahnhalte in Schierbrok und Hoykenkamp im November fertig

Von Thomas Deeken, Thomas Deeken | 23.09.2017, 11:34 Uhr

Noch wird kräftig auf den Bahnhöfen in Schierbrok und Hoykenkamp gearbeitet. Doch es zeichnet sich ein Ende der Umbauarbeiten ab: Im November will die Bahn die Modernisierung abgeschlossen haben.

Bei den Umbauarbeiten an den Bahnhaltepunkten in Schierbrok und Hoykenkamp ist ein Ende in Sicht. „Die Bauarbeiten liegen im Plan. Somit gehen wir von einem Abschluss im November aus“, teilte Egbert Meyer-Lovis, Pressesprecher der Deutschen Bahn in Hamburg, jetzt auf dk-Nachfrage mit.

„Herstellung der Barrierefreiheit“

Seit Montag, 24. April, werden die beiden Bahnhöfe im Rahmen des Modernisierungsprogramms des Bundes unter der Überschrift „Herstellung der Barrierefreiheit kleiner Schienenverkehrsstationen“ umgebaut. In dieses Programm wurden kleinere Bahnhöfe mit weniger als 1000 Ein- und Aussteigern aufgenommen.

Bahnsteige werden erhöht

Bis Anfang November werden laut Meyer-Lovis an beiden Stationen die Bahnsteige an den Gleisen 1 und 2 neu gestaltet. Alle Bahnsteige werden auf einer Länge von je 220 Metern von heute 38 auf künftig 76 Zentimeter erhöht. „Diese Maßnahmen ermöglichen den Reisenden künftig einen mobilitätsgerechten und barrierefreien Zugang zu den Zügen“, versichert der Pressesprecher.

Leitsystem für sehbehinderte Menschen

Die Bahnsteige erhalten für sehbehinderte Menschen ein taktiles Leitsystem, mit anderen Worten: ein tastbares Bodenleitsystem. Zudem werden für den Fahrgast verschiedene weitere Ausstattungselemente installiert wie zum Beispiel neue Wegeleitsysteme, neue Beleuchtungsanlagen, Informationsvitrinen und Abfallbehälter. Je ein neues Wetterschutzhaus pro Bahnsteig runden das gesamte Umbauprojekt ab. „Rund 5,1 Millionen Euro werden in die Modernisierung beider Stationen investiert“, informiert Meyer-Lovis.

Nachts Baulärm nicht immer zu vermeiden

Der Zugverkehr wird nach Angaben des Bahnsprechers durch die Bauarbeiten nicht beeinträchtigt. Die Bahnreisenden und auch die Verkehrsteilnehmer, die die Bahnübergänge queren wollen, müssen dagegen leichte Behinderungen durch die Baustelle hinnehmen. Und auch für die Anwohner gibt es derzeit immer mal wieder Unannehmlichkeiten. Dazu Meyer-Lovis: „Trotz des Einsatzes modernster Arbeitsgeräte und Technologien lassen sich Beeinträchtigungen durch Lärm und Staub auch teilweise nachts leider nicht vermeiden.“

Ab Dezember 2022 30-Minuten-Takt

Eine weitere Verbesserung lässt dagegen noch länger auf sich warten, sie soll aber kommen, wie Stephan Baute, Verkehrsplaner beim Zweckverband Verkehrsverbund Bremen/Niedersachsen (ZVBN), vor Kurzem auf dk-Nachfrage mitteilte: Ab Dezember 2022 sollen die Nahverkehrszüge in Schierbrok und Hoykenkamp Richtung Bremen im 30-Minuten-Takt halten.