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Umgekippte Bäume durch „Herwart“ Im Landkreis Oldenburg noch glimpflich davongekommen

Von Thomas Deeken, Thomas Deeken | 29.10.2017, 16:03 Uhr

Ganderkesee/Landkreis Oldenburg. Das Sturmtief „Herwart“ ist zwar auch über den Landkreis Oldenburg hinweggezogen. Im Gegensatz zu anderen Teilen Deutschlands scheint die Oldenburger Region aber noch einmal relativ glimpflich davongekommen zu sein.

Im Wesentlichen ging es um umgestürzte Bäume, die die Fahrbahnen blockierten. Dazu Christian Bahrs, Sprecher des Kreisfeuerwehrverbandes Landkreis Oldenburg: „Es war längst nicht so schlimm wie bei ,Xavier‘ Anfang Oktober.“

Ganderkeseer helfen mit Drehleiter aus

In Ganderkesee gab es nach Angaben von Benjamin Woelke, stellvertretender Pressesprecher der Gemeindefeuerwehr, von etwa 8 Uhr bis in die Mittagszeit sieben Einsätze innerhalb der Gemeinde. Zusätzlich halfen die Ganderkeseer mit ihrer Drehleiter in Prinzhöfte-Horstedt.

25 Einsätze in Wardenburg

Die Feuerwehren in der Gemeinde Wardenburg rückten zwischen 4 und 12.30 Uhr gleich 25 Mal aus. Das hat Feuerwehrsprecher Daniel Eickmann mitgeteilt. Die Einsatzkräfte waren unter anderem in Littel, Achternmeer, Charlottendorf, Benthullen und Wardenburg unterwegs, wo zum Teil auch dicke Eichen umgekippt waren. Die positive Nachricht dabei: Niemand wurde verletzt.

Bäume vor dem Feuerwehrhaus

In Kirchseelte in der Samtgemeinde Harpstedt stürzten am Sonntagmorgen gleich mehrere Bäume vor das örtliche Feuerwehrhaus. Dort mussten die Feuerwehrleute erst einmal den Rettungsweg für weitere Einsätze freischneiden.

Acht Einsätze der Wildeshauser

Die Wildeshauser Feuerwehr war unter anderem an der Reckumer Straße und am Nieberdingweg im Einsatz. Anschließend mussten sie noch weitere sechs Straßen und Wege von Bäumen befreien. Und auch die Sandkruger mussten früh raus: Zwischen 6.30 und 10.15 Uhr fuhren sie nach Angaben von Pressewart Timo Nirwing zu sechs Einsatzstellen. Dort galt es, große Äste, Bäume und Baumkronen, die zu fallen drohten beziehungsweise schon die Wege blockierten, zu entfernen.

Bahnstrecken teilweise lange gesperrt

 „Herwart“ hatte außerdem Auswirkungen auf den Zugverkehr. Einige Züge der Nordwestbahn konnten im Raum Delmenhorst und im Landkreis Oldenburg erst am Sonntagnachmittag wieder fahren. Das hat Marcel Tewes, Pressesprecher der Nordwestbahn, gegenüber dem dk mitgeteilt. Seit etwa 5 Uhr war der Zugverkehr zwischen Oldenburg und Bremen sowie in Richtung Osnabrück vorsorglich eingestellt worden. Seit der Mittagszeit werden die Strecken mit Leerzügen kontrolliert und zum Teil wieder freigegeben. Laut Tewes wurde zum Beispiel auf der Strecke zwischen Hude und Delmenhorst ein Ersatzverkehr mit Bussen eingerichtet.

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