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Umweltschule in Europa Grundschule Schierbrok strebt Klasse für Flüchtlinge an

Von Katja Butschbach | 01.10.2015, 17:13 Uhr

Die Grundschule Schierbrok hat am Donnerstag ihre erneute Anerkennung als Umweltschule in Europa gefeiert. Zugleich strebt sie als neues Projekt eine Sprachlernklasse für Flüchtlinge an.

Nach der erneuten Anerkennung als Umweltschule in Europa hat die Grundschule Schierbrok am Donnerstag erklärt, dass sie anstrebe, eine Sprachlernklasse für Flüchtlinge und Kinder mit Migrationshintergrund einzurichten. Dies lässt sich laut Lehrerin Ute Aschemann, Projektleiterin im Bereich Umwelt, gut mit dem neuen Handlungsfeld „Voneinander/miteinander lernen“ für die Umweltschulen vereinbaren.

Sprachlernklasse soll am 1. Februar eingerichtet werden

Die Sprachlernklasse soll zum 1. Februar für den gesamten Schulverbund eingerichtet werden, berichtete Schulleiterin Karin Rohde. In Patenklassen sollen die Schüler dann auch am Regelunterricht teilnehmen. Sportunterricht, Musik, Kunst und Büchereibesuche bieten sich laut Rohde dafür an. Dies seien erste Ideen, ein Konzept werde noch erarbeitet.

Zehn bis 16 Kinder vorgesehen

Zehn bis 16 Kinder könnten die Klasse besuchen; sie würden dann ein halbes bis ein Jahr in dieser Klasse verbleiben und später zurück in ihre Einzugsgebiete gehen, berichtete die Schulleiterin.

Sinkende Schülerzahlen

Die Grundschule Schierbrok solle Ort der Sprachlernklasse sein, da sich ein Team als Klassenleitung gefunden habe und zudem die entsprechenden räumlichen Möglichkeiten an der Schule vorhanden seien. Denn an der Grundschule Schierbrok gehen die Schülerzahlen zurück. Aktuell sind 169 Kinder an der Schule, seit acht bis zehn Jahren sinken die Schülerzahlen laut Rohde kontinuierlich. Es gebe keine Baugebiete, so Rohde. „Wir brauchen den Zuzug junger Familien“, erklärte sie.

Schulsprecher stellen Umweltprojekt vor

Das Kollegium sei sich einig, dass auch künftig die Umweltbildung im Fokus stehen solle. Für ihre Arbeit im Bereich Umwelt ist die Schule seit dem Jahr 2001 kontinuierlich alle zwei Jahre als Umweltschule in Europa ausgezeichnet worden – aktuell wieder in der vergangenen Woche in Cloppenburg.

„Wir haben verstanden, dass wir von unserer Welt alles bekommen, was wir zum Leben brauchen“, sagte Rohde am Donnerstag bei der Schülerversammlung in der Grundschule. Man müsse sie schützen und schonen. „Wenn viele kleine Leute an vielen kleinen Orten viele kleine Schritte tun, wird das das Gesicht der Welt verändern.“ Die neuen Schulsprecher Norwin und Jil stellten ihren Mitschülern vor, wofür die Schule ausgezeichnet wurde. Kurz darauf wurde gesungen und die neue Fahne „Umweltschule in Europa“ gehisst.

Als Klimabotschafter unterwegs

Für ihre Tätigkeit als Klimabotschafter, Baumpflanzungen, Papiersparen und mehr wurde die Schule ausgezeichnet. So waren Schierbroker Schüler in Kindergärten und im Gymnasium und informierten dort über das Thema Klimaschutz.

Man habe, so Rohde, viele Bäume gepflanzt. Aber im öffentlichen Raum sei kein Platz für Bäume gefunden worden, bedauert die Schulleiterin. So mussten die Bäume, für die Gelder eingeworben wurden, auf dem Schulareal gepflanzt werden. Wer einen Platz zur Verfügung stellen möchte, kann sich bei der Grundschule Schierbrok melden.