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Umzug und Umbau in Kirchkimmen Neue Räume der Galerie am Stall bieten mehr Flexibilität

Von Antje Cznottka, Antje Cznottka | 17.02.2016, 16:14 Uhr

Die neuen Räume der Galerie am Stall bieten Frank L. Giesen mehr Flexibilität bei der Kunstauswahl. Bei der Ausstellung „Unruhe“ am 28. Februar können sich Besucher davon überzeugen.

Klare weiße Wände, mediterran anmutende Fliesen und unifarbene Sitzgelegenheiten: Frank L. Giesen hat mit seiner Galerie am Stall frisch renovierte Ausstellungsräume in Kirchkimmen bezogen. Die neuen Räume sollen Ruhe ausstrahlen und wenig von den Ausstellungsstücken ablenken. Über den Umzug in die neuen Räume und deren Umgestaltung habe der Galerist schon lange nachgedacht. Konkret seien die Pläne aber erst im Sommer 2015 geworden.

Neues Lichtkonzept für Galerie am Stall

In den Räumen, die Giesen jetzt für die Galerie nutzt, war vorher die Musikschule seiner Frau Barbara Hoffmann untergebracht. „Wir haben hier die Wände geweißt. Das war ein relativ geringer Aufwand“, erzählt er. „Zur Zeit experimentiere ich noch mit dem Licht.“ Mit dem neuen Anstrich hat der Galerist auch das Lichtkonzept überarbeitet. Neben LED-Strahlern an der Decke habe er die Fenster mit lichtdurchlässigen Vorhängen versehen, „um einige Holzelemente an den Fenstern zu neutralisieren“ – aber auch um die Bilder im Tageslicht wirken lassen zu können..

Neue Räume in Kirchkimmen bieten Frank L. Giesen mehr Möglichkeiten

Seit 2013 stellt Giesen im Wohnbereich des Hauses Am Ebenesch aus. „In den Räumen, die vorher bespielt wurden, konnte ich nicht alles zeigen“, erklärt Giesen den Grund für den Umzug. Nun könne er flexibel jede Art von Kunst ausstellen. „Ich bin sehr froh, dass ich mir diese Räume geschaffen habe. Ich bin jetzt freier in der Auswahl der Kunst und auch in der Ausstellungsgestaltung“, sagt er. So sollten in einer kommenden Ausstellung von Willi Weiner nur Skulpturen gezeigt werden. In den neuen Räumen fänden nun aber auch „wunderbare Zeichnungen und Scherenschnitte“ Platz.

„Die übernächste Ausstellung ist schon im Hinblick auf die neuen Räume entstanden“, erklärt Giesen. Unter dem Arbeitstitel „Wer‘s glaubt, wird selig“ steuern mehrere Künstler aus Bremen und Berlin Objekte, Zeichnungen und Skulpturen bei. „Das hätte ich vorher so nicht zeigen können“, fasst Giesen zusammen.

Ulrike Brockmann stellt farbintensive und klar strukturierte Bilder in der Galerie am Stall aus

Die nächste Ausstellung in der Galerie am Stall von Ulrike Brockmann „Unruhe“ sei zwar noch nicht mit Blick auf die neuen Räume geplant worden, sie profitiere aber bereits von der Einfachheit, die die Räume ausstrahlen. „Ulrike Brockmann interessiert sich für Farben und unsere Sehgewohnheiten“, erklärt Giesen. Die Ruhe des ersten Eindrucks in Brockmanns farbintensiven und klar strukturierten Bildern sei trügerisch. „Erst bei intensivem Hinsehen wird erkennbar, dass die Interaktion der Farben, die Spannung der Farbflächen untereinander und deren grafische Zuordnung spürbare Unruhe erzeugen“, beschreibt Giesen.

Vom Zusammenspiel der neuen Räume der Galerie am Stall und Brockmanns Bildern können sich Besucher zum ersten Mal bei der Ausstellungseröffnung am Sonntag, 28. Februar, ab 15 Uhr überzeugen.