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Unfallkasse hilft Feuerwehren 40 Unfälle im Landkreis Oldenburg abgefedert

Von Reiner Haase | 05.03.2015, 18:41 Uhr

Alle vier Stunden verunglückt in Niedersachsen ein Feuerwehrmann. Die Feuerwehr-Unfallkasse springt ein. Für die Kommune zu günstigem Tarif: 1,61 Euro Jahresbeitrag pro Einwohner.

40 Feuerwehrleute aus dem Landkreis Oldenburg sind im vergangenen Jahr aus der Feuerwehr-Unfallkasse Niedersachsen mit insgesamt knapp 13000 Euro entschädigt worden. Und das, wie Landrat Carsten Harings betont, zu einer günstigen Prämie: „Wir haben 1,61 Euro pro Einwohner gezahlt. Das ist überschaubar.“

Für den Landkreis ist das ein Jahresbeitrag von 145000 Euro. Es sei eine Selbstverständlichkeit, dass die Kommune den Ehrenamtlichen im Feuerwehrdienst den Versicherungsbeitrag abnimmt, stellt Harings fest. Es sei gesetzlich geregelt, dass Feuerwehrleute im Dienst gegen persönliche Nachteile versichert sind, ergänzt Thomas Wittschurky, der Geschäftsführer der Feuerwehr-Unfallkasse Niedersachsen. Die Versicherung als Teil der Sozialversicherung schließe auch Rentenzahlungen ein.

Alle vier Stunden

verunglückt ein Feuerwehrmann

2014 haben die Feuerwehrleute unter einem günstigen Stern gestanden. „Wir hatten die geringste Unfallhäufigkeit der letzten zehn Jahre“, berichtet Wittschurky. Im Durchschnitt hat es zwar alle vier Stunden einen Unfall gegeben, insgesamt niedersachsenweit 2439. Aber die meisten sind glimpflich ausgegangen. „SRS“ ist in der Branche ein gängiges Kürzel: Stolpern, rutschen, stürzen – und sich eine Knöchel- oder Knieverletzung zuziehen.

Die Kasse helfe sehr unkompliziert, hebt Kreisbrandmeister Andreas Tangemann hervor. Dass sie sich im Einzelfall auch sehr langfristig engagiert, weiß Peter Sparkuhl, der stellvertretende Vorsitzende des Oldenburgischen Feuerwehrverbands. In seiner Zeit als Samtgemeinde-Brandmeister in Harpstedt sei ein Kamerad aus der Altersabteilung tödlich verunglückt, und die Unfallkasse zahle der Witwe noch heute eine Rente.

Vorbeugung mit

zündendem Slogan

Die besten Unfälle sind die, die gar nicht passieren. Deshalb engagiert sich die Feuerwehr-Unfallkasse auch in der Vorbeugung. Das beginnt bei der Beratung der Bauherren, wenn ein neues Feuerwehrhaus geplant wird und geht bis zum Ratschlag über zeitgemäße Ausstattung und Schulung der Einsatzkräfte. Manchmal reicht ein zündender Slogan auf einem einfachen Aufkleber: „Denk an mich. Dein Rücken“ war die jüngste Kampagne zum rückenschonenden Arbeiten überschrieben.