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„Unser Dorf hat Zukunft“ Engelswiese in Bergedorf wird zur Freilichtbühne

Von Dirk Hamm | 23.08.2017, 18:36 Uhr

Die Bergedorfer haben Großes vor: Nach dem Vorbild der Passionsspiele von Oberammergau soll künftig die Geschichte des Klosters Bergedorf von den Einwohnern als Laiendarsteller nachgespielt werden.

Das kündigte Gerd Logemann, neben dessen Melkhus ein Nachbau der Kapelle des hochmittelalterlichen Zisterzienserklosters besichtigt werden kann, am Mittwoch an. Logemann empfing, wie gewohnt in Mönchskutte, die Mitglieder der Bewertungskommission des Kreiswettbewerbs „Unser Dorf hat Zukunft“. Nach Bergedorf stand Falkenburg-Habbrügge auf dem Reiseplan der zehnköpfigen Jury, die mit dem Reisebus zu den zentralen Orten des Dorflebens geführt wurde.

Vier Dörfer kommen eine Runde weiter

Acht weitere Ortschaften aus dem Landkreis sind bereits in der vergangenen Woche unter die Lupe genommen worden. Am Nachmittag setzte sich die mit Vertretern unter anderem der Politik und der ländlichen Verbände bestückte Kommission im Kreishaus in Wildeshausen zusammen, um darüber zu entscheiden, welche vier Dörfer sich für den regionalen Vorentscheid zum Landeswettbewerb im Frühjahr 2018 qualifizieren.

Falkenburg putzt sich heraus

Sowohl Bergedorf als auch Falkenburg-Habbrügge präsentierten sich von ihrer Schokoladenseite und hatten zudem die Sonne auf ihrer Seite, die erstmals seit Langem wieder beständig lachte. Falkenburg hatte sich im wahrsten Sinne des Wortes herausgeputzt, denn in der Dorfmitte erwarteten die „Beetschwester und -brüder“ die Kommissionsmitglieder mit Schaufeln und Besen. Diese Gruppe von Ehrenamtlichen trifft sich von April bis November jeden zweiten Mittwoch, um den Dorfplatz zu säubern und das Grün am Rand der Hauptstraße zu pflegen. Weitere Stationen, an denen sich die Gäste über das Dorfleben informierten, waren der Sportplatz des TV Falkenburg und das Vereinsheim der Schützen.

Besuch bei Logemann und Auffahrt

In Bergedorf begann die Bereisung der Dörfer auf dem Hof der Familie Logemann. Dann ging es unter anderem weiter zum Stall der Familie Auffahrt, von dem aus Olympiasiegerin Sandra Auffahrt den Namen Bergedorf in die Welt getragen hat.

Gerd Logemann wusste einiges über die Klostergeschichte zu berichten. Aber auch die dank Biogas verbesserte Klimabilanz der Methan produzierenden Modellkuh Elsa kam zur Sprache, denn auch der Aspekt Umwelt- und Klimaschutz fließt in die Bewertung der Dörfer mit ein.

Pläne für Förderverein in Bergedorf

Logemann berichtete, dass für das geplante Schauspiel die Engelswiese neben dem Melkhus zur Freilichtbühne werden soll. Mit Helga Bürster aus Dötlingen habe sich eine versierte Autorin bereit erklärt, das Stück zu schreiben. Geplant sei zudem, einen Förderverein zu gründen, dessen Aufgaben über das Kloster-Schauspiel hinausreichen sollen. „Der Verein soll auch andere Zukunftsprojekte fördern, über die wir jetzt noch gar nicht nachdenken“, sagte Logemann.