Ein Angebot der NOZ
Ein Artikel der Redaktion

„Unter den Ebereschen“ WG für Beatmete am Ebereschenweg in Ganderkesee möglich

Von Thorsten Konkel, Thorsten Konkel | 26.02.2016, 07:51 Uhr

Ein neues Versorgungskonzept für Pflegebedürftige und Beatmete soll am Ebereschenweg umgesetzt werden. Noch steht die Genehmigung der Wohngemeinschaften durch die Heimaufsicht aus.

Ein neues Versorgungskonzept mit „selbstbestimmenden Wohngemeinschaften für Pflegebedürftige“, unter anderem einer für bis zu zwölf beatmungspflichtige Menschen, wollen Ralf Döge und Stephan Langfeld in den bisherigen Einsiedel-Seniorenappartements „Unter den Eberschen“ errichten. Noch aber steht die Genehmigung durch die Heimaufsicht aus.

Döge und Langfeld sind auch die Geschäftsführer der Ganderkeseer Firma steramed Medizintechnik GmbH. Der Dienstleister im Bereich der Tracheostomaversorgung, Beatmungs-, Schlaf-, Sauerstoff- und Inhalationstherapie ist an der Rudolf-Diesel-Straße ansässig.

Langfristige Zusammenarbeit angestrebt

Für Heidi Grabhorn, Sprecherin der Eigentümergemeinschaft der Anlage mit 48 Appartements, ist das Konzept geeignet, den Standort dauerhaft zu sichern. „Wir hoffen auf eine langjährige Zusammenarbeit “, sagte sie am Donnerstag und beteuerte: „Unsere großen Gemeinschaftsräume sind ideal für Wohngemeinschaften und ein selbstbestimmtes Leben.“ Aufgrund dieser räumlichen Ausstattung käme bei den künftigen Bewohnern erst gar kein „Heim-Gefühl“ auf.

Kein Pflegeheim

Das soll es auch nicht: „Wir legen großen Wert drauf, zu betonen, dass dort kein Pflegeheim errichtet werden soll“, erklärte Stephan Langfeld gestern. Am Ebereschenweg will die Gesellschaft bürgerlichen Rechts (GbR) der beiden Unternehmer Patienten aus einem Einzugsgebiet von Bremerhaven über Oldenburg, Osnabrück und Hannover ein selbstbestimmtes Leben ermöglichen.

„Denn“, so plant Stephan Langfeld, „es werden nicht nur Senioren einziehen“.

Auch Jüngere auf Beatmung angewiesen

„Auch viele jüngere Menschen sind heute auf Beatmung angewiesen, etwa weil sie einen Unfall hatten oder an bestimmten Erkrankungen leiden“, erläuterte er.

Weitere WG in Heide

Langfeld und Döge betreiben bereits im Heide Huus am Heider Ring eine Wohngemeinschaft mit sechs künstlich beatmeten Bewohnern.

Sollte das Konzept realisiert werden können, sei auch eine spätere Erweiterung denkbar, blickte Langfeld voraus. „Wir können uns etwa eine Palliativversorgung oder Hospizplätze vorstellen“, sagte Langfeld. Auch Praxen für Physiotherapie oder Logopädie seien denkbar.

Als eine Alternative zum Pflegeheim war die Appartementanlage am Ebereschenweg 1 im Mai 2012 eröffnet worden. Von Anfang an fehlte es dem Seniorenzentrum aber an ausreichend Mietern.