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Unterbringung in Wildeshausen 57 Flüchtlinge sollen erst in der Nacht ankommen

Von Thomas Deeken | 22.10.2015, 20:27 Uhr

Große Verwirrung in Wildeshausen: Am Donnerstagnachmittag gab es zunächst die Nachricht, dass 91 Flüchtlinge mitten in der Nacht in der Kreisstadt eintreffen würden. Am Abend wurde die Zahl auf 57 reduziert. Allerdings rechnet Landkreissprecher Oliver Galeotti in den Abendstunden mit einem weiteren Bus mit 50 Flüchtlingen aus Bramsche.

Der Flüchtlingsstrom stellt die Mitarbeiter der Kreisverwaltung und die vielen Helfer in Wildeshausen vor immer größere Herausforderungen. Innerhalb kürzester Zeit müssen sie auf neue Nachrichten reagieren und umorganisieren. Jüngstes Beispiel: Statt der restlichen 100 der in der vergangenen Woche angekündigten 300 Flüchtlinge sollten am Donnerstag zunächst nur rund 50 Personen kommen. In der Nacht zu Freitag sollte dann ein weiterer Bus aus Passau mit 57 Flüchtlingen eintreffen, hieß es.

Medizincheck und Registrierung

Laut Galeotti sollen alle Personen in der Turnhalle des Gymnasiums sowie in der Widukindhalle untergebracht werden. Für sie sei soweit alles vorbereitet. Die erste Gruppe sollte noch registriert und medizinisch durchgecheckt werden. Die andere Gruppe könne nur kurz willkommen geheißen werden, so der Pressesprecher. Ob dann schon ein kurzer Medizin-Check möglich ist, war noch nicht geklärt. Auf jeden Fall könne eine Registrierung erst am Freitagvormittag erfolgen, so Galeotti. Das Problem dabei: In dieser Zeit sollten eigentlich andere Aufgaben erledigt werden. Schließlich sollen am Sonntag, wie berichtet, noch einmal 100 Flüchtlinge aus Bayern kommen.

350 Plätze in zwei Turnhallen

 Insgesamt will der Landkreis in den beiden Turnhallen 350 Plätze schaffen . Es sei aber nach wie vor nicht klar, wie viele Menschen tatsächlich bleiben.

Unterdessen lobte die SPD-Fraktion im Kreistag die Arbeit von Kreisverwaltung und allen Helfern. „Wir können diesem motivierten Team im Kreishaus und den vielen ehrenamtlich tätigen Helfern einfach nur Danke sagen“, erklärte Kreistagsvorsitzender Helmut Hinrichs während einer Sitzung der Fraktion. „Die Flüchtlinge sind Menschen, die nicht aus Jux und Dollerei hier sind. Wenn es den Menschen dort gut ginge, würden sie gerne in Syrien oder wo auch immer bleiben. So wie wir in Deutschland.“