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„Unterbringung nahezu geräuschlos“ Ganderkeseer FDP lobt Bürgermeisterin für Flüchtlingspolitik

Von Thomas Deeken | 03.11.2015, 15:30 Uhr

Bürgermeisterin Alice Gerken-Klaas leistet mit ihrem Stab in Bezug auf die Flüchtlingssituation in der Gemeinde Ganderkesee „hervorragende Arbeit.“ Das war laut Marion Daniel, Vorsitzende des FDP-Ortsverbandes und der FDP-Fraktion im Rat, der Tenor bei der Mitgliederversammlung der Liberalen am Montagabend in

 

Dank des Einsatzes der ehrenamtlich tätigen Menschen in der Gemeinde und dank deren guter Vernetzung und Zusammenarbeit laufe die Unterbringung und Betreuung der Flüchtlinge noch nahezu geräuschlos ab, lobte die Vorsitzende. Die FDP erwarte jedoch, dass die Erstaufnahme und die Registrierung durch das Land erfolge und dass Städte, Landkreise und Gemeinden die notwendigen finanziellen Mittel erhalten müssten, damit die ihnen auferlegten Aufgaben gelöst werden können.

Der Andrang auf das Asylverfahren sei groß, weil an deren Ende eine verlässliche Bleibeperspektive stehe, so Daniel. Das Asylverfahren sei jedoch nicht für den massenhaften Zustrom der Menschen ausgelegt, wie wir es jetzt erleben.

Die FDP fordere bereits seit Jahren ein modernes Einwanderungsgesetz für Deutschland, „da wir in zahlreichen Berufen Zuwanderer brauchen“, betonte die Ortsverbandsvorsitzende. Die Ganderkeseer Liberalen unterstützten die Forderungen des Bundespräsidiums, das vor Kurzem die „Perspektiven für den Schutz von Flüchtlingen“ verabschiedet hatte. Dabei bezieht sich die FDP auf Kriegsflüchtlinge, politisch Verfolgte und Flüchtlinge im Sinne der Genfer Konvention. Die Ganderkeseer FDP halte das für einen pragmatischen und sinnvollen Vorschlag, „der das Asylsystem entlastet, Verfahren deutlich beschleunigt und denjenigen Schutz bietet, die ihn brauchen“, hieß es am Montagabend.