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Unterbringung von Flüchtlingen 575 Unterschriften gegen Schlichtbauten an Huder Spielplatz

Von Antje Cznottka, Antje Cznottka | 16.03.2016, 21:17 Uhr

575 Unterschriften gegen den Bau von Schlichtbauten auf dem Spielplatz an der Jägerstraße haben Huder Bürger seit 9. März gesammelt. Am Mittwoch überreichten sie die Unterschriften Bürgermeister Holger Lebedinzew.

25 Wohneinheiten sollen laut Huder Bürgermeister Holger Lebedinzew bei Bedarf auf einem Drittel des insgesamt 6000 Quadratmeter großen Areals gebaut werden. „Es war nie beabsichtigt, den ganzen Spielplatz zu bebauen. Es gibt auch die Möglichkeit die Spielgeräte zu verlagern“, erklärte er rund 15 Huder Bürgern am Mittwoch im Rathaus. Sie hatten dem Bürgermeister und Ramona Dahms von der Gemeinde Hude 575 Unterschriften gegen den Bau der Schlichtbauten für Flüchtlinge auf der Spielplatzfläche überreicht.

Sorge um Spielplatz an der Jägerstraße in Hude

Die Unterzeichner seien nicht gegen die Unterbringung der Flüchtlinge in der Nachbarschaft. Vielmehr ginge es darum, den Spielplatz zu erhalten, stellte Anwohner Carsten Raschen klar. „Ein Spielplatz kann nur als Treffpunkt und damit für die Integration funktionieren, wenn jeder kommen und gehen kann, nicht aber, wenn eine Partei dort fest verwurzelt ist“, gibt einer der Anwesenden zu bedenken. Dies wäre durch die angrenzende Wohnanlage aber so und würde den Charakter des Spielplatzes zerstören, fürchten die Nutzer des Spielplatzes.

Bürger suchen nach anderer Fläche für Schlichtbauten in Hude

Die Bürger forderten Bürgermeister, Rat und Verwaltung auf alternative Flächen nochmals zu prüfen und dabei den Blick zu erweitern – zum Beispiel auf den Kauf von Privatgrundstücken und die Pacht von Grundstücke. Privatpersonen sollten mit Angeboten auf die Gemeinde zukommen, regten die Bürger im Rathaus an. „Wir werden weiter versuchen, den Spielplatz zu schützen, und die Gemeinde deswegen unterstützen, andere Flächen zu finden“, kündigte Raschen an.

Grundstücke für Schlichtbauten in Hude müssen zeitnah nutzbar sein

Die angebotenen Grundstücke müssten mindestens 2000 Quadratmeter groß und bereits für den Wohnbau ausgewiesen, stellte Lebedinzew klar. Nur so könne gewährleistet werden, dass die Grundstücke bei Bedarf sinnvoll und schnell nutzbar sein. „Wenn wir auf dem Spielplatz bauen – und das richtet sich nach dem aufkommenden Bedarf – dann appelliere ich an alle weiter friedlich zusammen zu leben“, sagte der Bürgermeister.