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Unterbringung von Tieren teurer Kreis muss für Katzenflut bezahlen

Von Julia Dutta | 08.01.2015, 12:56 Uhr

Der Landkreis hat im vergangenen Jahr noch mehr Fundtiere unterbringen müssen als in den Vorjahren. Auch die Zahl der Halter, die ihre Tiere nicht ordentlich versorgen, steigt weiter.

Die Zahl der in Tierheimen oder anderen Einrichtungen untergebrachten Tiere hat sich im vergangenen Jahr im Landkreis stark erhöht. Das hat die Kreisverwaltung jetzt berichtet. „Vor allem mussten in den vergangenen Jahren deutlich mehr Katzen aus problematischen Haltungen herausgenommen werden“, berichteten die Amtsveterinäre.

Das Problem dahinter: Für die anschließende Unterbringung ist der Kreis finanziell verantwortlich, und in den seltensten Fällen sind die ehemaligen Halter in der Lage, die Kosten zu übernehmen. Die Katzenflut ist den Tierheimen ohnehin ein Problem: Die unkontrollierte Vermehrung unkastrierter Tiere löst eine wahre Schwemme aus. Die Tierheime sind dadurch ständig überfüllt. Doch auch Großtiere werden mitunter vom Veterinäramt in Obhut genommen, etwa Pferde, die in offenkundig schlechter Haltung untergebracht werden.

Auch aus diesem Grund sei im langjährigen Vergleich eine Erhöhung der Kontrollen zu verzeichnen. So wurden 2010 gerade einmal 65 Kontrollen, 2011 schon 120 und 2012 genau 135 Überprüfungen gezählt. 2014 seien es nochmals mehr gewesen, sagen die Veterinäre.

Seuchen beschäftigen Veterinärämter

Ohnehin hatte das Veterinäramt des Kreises im vergangenen Jahr gut zu tun: Die Afrikanische Schweinepest und zuletzt die Vogelgrippe hielten die Behörde in Atem. Die Schweinepest war in Polen und Lettland zunächst bei Wildschweinen und später auch in Hausschweinebeständen ausgebrochen. Der Westzug der Seuche setze sich fort und könne zu einer großen Gefährdung der heimischen Schweinehalter werden. Im September habe es deshalb eine zweitägige Tierseuchenübung zusammen mit der Stadt Oldenburg gegeben. Seit Anfang November haben die Ämter außerdem die Vorsichtsmaßnahmen in Bezug auf die Geflügelpest verschärft. Nun gilt eine Stallpflicht für Geflügel.