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Unterbringung wird verbessert Umbau des Tierheims Bergedorf soll 800.000 Euro kosten

Von Antje Cznottka | 17.08.2015, 19:27 Uhr

Das Tierheim Bergedorf soll renoviert werden. Die Gesamtkosten von 800.000 Euro sind aber nicht auf einmal zu stemmen. Leiter Mark Ungnade plant daher ein „Langzeitprojekt“.

„Die Anlage leidet schon unter Alterserscheinungen“, berichtet der Leiter des Tierheims in Bergedorf. ER uns sein Team versuche viel selbst zu reparieren, aber „das ist ein Fass ohne Boden“. Daher plant Ungnade groß angelegte Um- und Neubauarbeiten im Tierheim. Noch in diesem Monat will er den Antrag für die ersten der Arbeiten stellen. „Wir wollen das schönste Tierheim im Landkreis werden“, sagt Ungnade.

Katzenhaus in Bergedorf soll komplett erneuert werden

Zuerst soll das Katzenhaus abgerissen und komplett erneuert werden. „Zur Zeit haben wir Platz für 80 Katzen. Bis zu 15 Katzen können zusätzlich in der Tierpension unterkommen“, sagt Ungnade. Mit dem Neubau eines sechseckigen Katzenhauses mit Außenvoliere, könnten „70 bis 100 Katzen mehr“ aufgenommen werden. Ungnade hofft, den Bau 2016 umsetzen zu können.

Hundeanlagen im Bergedorfer Tierheim wird komfortabler

Die Hundeanlage kann derzeit 68 Hunde beherbergen. Nach der Renovierung würden die Kapazitäten auf 52 Plätze sinken. „Allerdings würde sich dadurch die Unterbringung deutlich verbessern, so als würde man vom Zelt ins Hotel umziehen“, sagt Ungnade. Darüber hinaus würden Arbeiten wie die Instandhaltung und Säuberung der Zwinger wesentlich verbessert.

Ein Kleintierhaus für Reptilien, Vögel, Kaninchen und Meerschweinchen soll daneben neu entstehen.

Sanierung des Tierheims in Bergedorf soll 800.000 Euro kosten

Insgesamt sollen die Sanierungen, Renovierungen und Neubauten des Tierheims Bergedorf rund 800 000 Euro kosten. „Der Anteil, den die Städte Brake und Delmenhorst sowie die Gemeinden Ganderkesee, Hude, Berne, Lemwerder und die Samtgemeinde Harpsted zur Renovierung beisteuern, ist in ihren monatlichen Zahlungen enthalten. Wir bekommen keine einmalige Sonderfinanzierung für den Umbau“, sagt Ungnade. Die Tierpension sei auch eine Stütze.

Um- und Neubau ist als Langzeitprojekt angelegt

Die gesamte Summe könne das Tierheim trotzdem nicht auf einmal aufbringen. „So viel bleibt nicht in jedem Jahr übrig, dass wir die Baumaßnahmen einfach so finanzieren könnten“, erklärt Ungnade. Daher müsse die Neugestaltung in Etappen geplant und umgesetzt werden – ein Langzeitprojekt. Etwa alle drei bis fünf Jahre einen der Bauabschnitte anzugehen, hält Ungnade für realistisch. „Das Ganze soll organisch wachsen. Soweit wie es möglich ist, wollen wir auch selbst anpacken, um Kosten zu sparen“, berichtet der Tierheimleiter.