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Unterrichtsversorgung Großteil der Ganderkeseer Schulen ist gut aufgestellt

Von Thomas Deeken, Thomas Deeken | 18.08.2017, 08:25 Uhr

Lediglich an der Grundschule in Schierbrok scheint es noch zu haken, was die Unterrichtsversorgung betrifft. Der Großteil der Schulen einschließlich Oberschule Ganderkesee ist mindestens zufrieden. Das ergab eine Umfrage unserer Redaktion.

Die meisten Grundschulen in der Gemeinde Ganderkesee sind in puncto Unterrichtsversorgung gut aufgestellt. Das hat eine dk-Umfrage ergeben. Einzige Ausnahme ist danach die Grundschule Schierbrok. Nach Angaben von Schulleiterin Gaby Goetz können derzeit 38 bis 40 Wochenstunden nicht gegeben werden.

Fördern und Fordern in Schierbrok reduziert

In Schierbrok sind 19 Lehrkräfte für insgesamt 173 Schüler im Einsatz, zwei von ihnen sind laut Schulleiterin noch in Elternzeit, eine dritte Lehrerin geht in Kürze in Mutterschutz. Darüber hinaus gibt es fünf pädagogische Mitarbeiter, die vor allem für die Betreuung der Kinder zuständig sind, aber im Notfall auch den Vertretungsunterricht übernehmen. „Die Grundversorgung ist derzeit gesichert“, informiert Gaby Goetz. Allerdings seien Angebote wie zum Beispiel im Bereich Fördern und Fordern deutlich reduziert worden. „Nach den Herbstferien sollten wir bei der Versorgung wieder zwischen 98 und 99 Prozent liegen“, ist sich die Schulleiterin sicher, denn dann würden die beiden Kolleginnen aus der Elternzeit wieder zurück sein.

100-prozentige Versorgung an der Dürerstraße

„Wir können nicht klagen. Wir haben eine 100-prozentige Versorgung“, sagt Frank von der Aa, Leiter der Grundschule Dürerstraße. Es gibt 282 Schüler, 23 Lehrkräfte, davon zwei aus dem Förderschulbereich, sowie acht pädagogische Mitarbeiter. „Wir haben zum Glück eine hohe Kontinuität im Kollegium. Darüber hinaus ist erst vor Kurzem eine Stelle neu besetzt worden“, erläutert von der Aa.

In Heide fällt nichts aus

„Wir kommen gut zurecht. Bei uns fällt nichts aus. Und wir haben alles besetzt, was besetzt werden muss.“ Das betont Ursula Dunker, Leiterin der Grundschule in Heide. Derzeit besuchen 201 Mädchen und Jungen die Schule, es gibt 16 Lehrkräfte und fünf pädagogische Mitarbeiter.

In Bookholzberg „hakt es nicht“

Positive Nachrichten kommen auch aus Bookholzberg. „Wir gehören diesmal zu den Glücklichen, die nicht von Unterrichtsausfall betroffen sind“, erklärt Leiterin Dörte Lohrenz. Es gebe eine gute Unterrichtsversorgung. 216 Kinder besuchen die Bookholzberger Schule. Um sie kümmern sich 19 Stammlehrkräfte, eine Vertretung sowie sechs pädagogische Mitarbeiterinnen. Darüber hinaus gibt es nach Angaben der Schulleiterin zwei Förderschullehrkräfte „im Rahmen der inklusiven Beschulung“ und drei für den Bereich Sprache. Ihr Kommentar: „Bei uns hakt es nicht.“

Kleinste Grundschule zufrieden

„Wir sind zufrieden, wir fühlen uns gut aufgestellt“, sagt auch Birgit Humberg, Leiterin der kleinsten Grundschule der Gemeinde. In Habbrügge drücken 54 Mädchen und Jungen die Schulbank. Im Einsatz sind sieben Lehrkräfte einschließlich eines Förderschullehrers mit voller Stundenzahl sowie drei pädagogische Mitarbeiterinnen. Rein rechnerisch gibt es eine 98,1-prozentige Unterrichtsversorgung – „für den inklusiven Bereich könnte die Versorgung allerdings noch ein bisschen besser sein“.

Jonker hält sich noch bedeckt

Noch bedeckt hält sich derzeit René Jonker, Leiter der Grundschule Lange Straße. „Im Moment fällt bei uns kein Unterricht aus“, lautet der einzige Kommentar. Es gebe noch offene Fragen, die mit dem zuständigen Dezernenten der Landesschulbehörde geklärt werden müssten. Dieses Gespräch stehe noch bevor.

Nur leichte Abstriche an Oberschule

„Wir sind relativ gut versorgt“, meint Manfred Gliese, Leiter der Oberschule Ganderkesee, die von rund 480 Schülern besucht wird und an der 42 Lehrer unterrichten. „Wir können unser Kerngeschäft und den Nachmittagsunterricht gut bewältigen“, so Gliese. Es gebe nur leichte Abstriche.

An der Ellerbäke deutlich besser

An der Oberschule an der Ellerbäke in Bookholzberg, die im Sommer 2016 schlecht ins Schuljahr gestartet war, läuft es nach Angaben von Schulleiter Jan-Michael Braun deutlich besser als im vergangenen Jahr. Die Probleme seien glücklicherweise überstanden. Die Versorgung an der Schule mit rund 400 Schülern und 36 Lehrkräften könne zwar immer noch besser sein, und Werken und Textil könnten auch noch mit dabei sein, so Braun. „Aber: Alle Klassen haben einen vollen Stundenplan. Und den Nachmittagsunterricht können wir auch anbieten.“