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Unterschriftenaktion in Hude Anwohner wollen Spielplatz in Hude retten

Von Reiner Haase, Reiner Haase | 10.03.2016, 16:04 Uhr

Bürger wollen den Bau von Schlichthäusern auf dem Spielplatz Jägerstraße in Hude abwehren. Er soll ein Treffpunkt der Generationen und Nationalitäten sein.

Im Wohngebiet rund um den Spielplatz Jägerstraße rührt sich Widerspruch gegen Schlichtbauten für Flüchtlinge an dieser Stelle. „Wir sind nicht ausländerfeindlich gestimmt. Aber wir sehen viele Fragen unbeantwortet“, sagt Anwohner Carsten Raschen.

Gewerbeobjekte als Alternative

Den Fragenkatalog hat Raschen am Mittwoch im Ausschuss für Gemeindeentwicklung und Umwelt vorgetragen und Bürgermeister Holger Lebedinzew überreicht; insbesondere wird nachgehakt, ob die Alternativen zum „zweckentfremdeten Spielplatz“ ausreichend betrachtet worden sind. Zu den Alternativvorschlägen der Anwohner zählen die Umnutzung freier Gewerbeobjekte sowie Schlichtbauten in Gewerbegebieten oder in dem Park neben dem Rathaus. „Hier wäre mit der benachbarten Polizeistation der Sicherheitsaspekt optimal berücksichtigt. Auch der Weg zu den Ansprechpartnern in der Gemeindeverwaltung wäre ein kurzer“, argumentieren die Anwohner.

Unterschriftensammlung angelaufen

Im Fachausschuss ist am Mittwoch mitgeteilt worden, dass der Bau von Schlichtbauten auf knapp 3000 Quadratmetern des insgesamt 6000 Quadratmeter großen Spielplatzes ohne Änderung des Bebauungsplanes möglich ist; es reicht ein Antrag auf Befreiung von den planerischen Vorgaben beim Landkreis. Der Befreiungsantrag soll am Donnerstag, 17. März, im Verwaltungsausschuss beschlossen werden. Bis dahin wollen Raschen und andere Anwohner in der Nachbarschaft den Fragenkatalog mit Unterschriftenlisten anreichern. „Die Unterschriftensammlung ist prima angelaufen. In kürzester Zeit haben 50 Anwohner unterzeichnet“, berichtet Raschen.

Treffpunkt der Generationen und Nationalitäten

Im Fragenkatalog weisen die Anwohner auch darauf hin, dass der Spielplatz Jägerstraße vor knapp fünf Jahren mit Fördergeldern in einen „Treffpunkt der Generationen“ umgewandelt worden ist, und das mit Erfolg. „Auch ältere, wenig mobile Menschen aus umliegenden Häusern und Wohnungen finden und pflegen hier soziale Kontakte“, heißt es. Es wird aufgezeigt, dass sich der Platz zum Treffpunkt von Menschen verschiedener Nationalitäten entwickeln könnte.